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Zwei Taifune im Pazifik

[12.08.2023]

Im westlichen Pazifik ziehen nun zwei Taifune über den Ozean. Einer von ihnen hat be­reits eine lange Reise hinter sich, der andere wird in Kürze ge­fähr­lich.


Nachdem Tropensturm KHANUN über Japan und Südkorea, im Anschluss daran auch über Nordkorea hinwegzog, hat sich das Wetter in der Region wieder etwas beruhigt. Gerade über der koreanischen Halbinsel kam es örtlich zu heftigen Unwettern und Überschwemmungen.


KHANUNs Nachfolger hatte sich bereits am 7. August gebildet. Als siebter Sturm der westpazifischen Saison entwickelte er sich weit südöstlich von Japan am Folgetag zum Tropensturm und erhielt den Namen LAN. In den Tagen danach kam er nur langsam voran, näherte sich dabei aber immer mehr der Hauptinsel Japans.


Am 10. August verstärkte er sich zum Taifun und erreichte zeitweise Wind­geschwindig­keiten von 167 bis 241 km/h und der zentrale Luftdruck fiel auf 940 hPa. Derzeit zieht LAN durch die Region der japanischen Insel Chichijima und schwächt sich leicht ab. Die aktuellen Vorhersagen gehen davon aus, dass der Taifun in 2 bis 3 Tagen auf den Südwesten Japans trifft und für Unwetter mit ergiebigen Regenfällen sorgen wird.


Ebenso wird davon ausgegangen, dass sich weiter südlich über den Nördlichen Marianen ein neuer Tropensturm bildet, der in der Folge erneut Unwetter in der Region verursacht.


Hurrikan DORA zieht seit fast zwei Wochen quer durch den Pazifik. Er bildete sich am 1. August weit vor der Küste Mexikos und behielt seinen Kurs in Richtung Westen von Anfang an bei. Die Region Hawaii passierte er bereits vor einigen Tagen und hat nun den Westpazifik erreicht. Dort wird er nun als achter Sturm der Saison gezählt. Demzufolge wurde er vom Hurrikan zum Taifun umdefiniert. Doch er verliert seit Tagen an Kraft und erreicht nur noch Wind­geschwindig­keiten von 148 bis 213 km/h. Der Luftdruck im Zentrum des Sturms beträgt noch 975 hPa. Im weiteren Verlauf wird das System mit nördlichem Kurs weiterziehen und weit draußen auf dem Pazifik verbleiben.


In den übrigen Meeren ist es derzeit noch ruhig. Doch schon in ein bis zwei Tagen könnten sich vor der Westküste Mexikos zwei neue Sturmsysteme bilden. Ein dritter könnte ihnen folgen und sogar deutlich stärker ausfallen. Im Nordatlantik bleibt es voraussichtlich ruhig.


Redaktion meteo.plus