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Zacharias zieht über Deutschland hinweg

[11.05.2019]

Auf Yukon folgt nun Zacharias. Das Tief bringt sehr viel Regen mit. Vor allem in der Mitte und im Osten ist mit ergiebigen Regenfällen zu rechnen.


Nachdem Tief Yukon am Donnerstag über die Südhälfte Deutschlands zog und teils ergiebige Regenfälle brachte, wurde es immerhin am Freitag bei viel Sonnenschein deutlich freundlicher. Über Frankreich sah es zu dieser Zeit wesentlich schlechter aus. Tief Zacharias brachte dort trübes und nasses Wetter. In der Nacht zum Samstag erreichte das Regentief dann auch den Westen Deutschlands.


Das folgende Bild des Regenradars zeigt das Tief über der Mitte des Landes. Dort, aber auch an den Alpen, kommt es derzeit zu starken Regenfällen. Der Wirbel des Tiefs ist relativ gut ausgeprägt.



Abb. 1: Tief Zacharias über der Mitte Deutschlands (11. Mai 2019).



Abb. 2: Niederschlagssummen in Deutschland (11. Mai 2019, 6 bis 7 Uhr).



Abb. 3: Niederschlagssummen in Deutschland (11. Mai 2019, 8 bis 9 Uhr).


Die stündlichen Niederschlagssummen (Abbildungen 2 und 3) erreichen teils 2 bis 5 Liter pro Stunde. Über den Tag hinweg können dadurch recht große Summen zusammenkommen. Die Vorhersage der Tagessummen (Abbildung 4) zeigt für die Mitte Deutschlands verbreitet 20 bis 30 Liter pro Quadratmeter. Das Regengebiet erstreckt sich von Luxemburg bis nach Sachsen. Aber auch im Alpenraum sind bis zu 30 Liter pro Quadratmeter möglich.



Abb. 4: Vorhersage der Tagesregensummen (11. Mai 2019).


Die folgenden Abbildungen zeigen die Windrichtung und Windstärke von heute morgen 8 Uhr. Deutlich zu erkennen ist der Wirbel des Tiefs über dem Südwesten. Auf dem Feldberg im Schwarzwald sind erneute Windstärken von 70 bis 90 km/h aufgetreten.



Abb. 5: Messwerte der Windrichtung (11. Mai 2019 8 Uhr MESZ).



Abb. 6: Messwerte der Windstärke (11. Mai 2019 8 Uhr MESZ).


Ab Sonntag wird sich das Wetter wieder beruhigen. Aufgrund des Tiefs Yukon im Norden Europas wird kühle Luft nach Deutschland geführt und damit deutlich kühler als für die Jahreszeitlich üblich. Das nächste Tief, das sich bereits über dem Nordatlantik befindet, braucht noch ein paar Tage, ehe es zu uns kommen wird.


Redaktion meteo.plus