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Wasserstände fallen stark

[01.06.2020]

Aufgrund der langen Trockenheit geht derzeit den deutschen Flüssen wieder das Wasser aus. In einigen Regionen werden bereits Niedrigwasser erreicht.


Seit Mitte März regnet es in Deutschland deutlich weniger als noch in den Monaten zuvor. Seit über zwei Monaten ist die Häufigkeit durchziehender Hochdruckgebiete wesentlich höher als die der Tiefdruckgebiete. Und sogar die Ankunft der Eisheiligen brachte nicht überall Regen.


Nur gelegentlich gab es großflächige Regenfälle, die zeitweise auch die Pegel an den deutschen Flüssen wieder ansteigen ließen. Doch auch dies ist wieder ein paar Wochen her, sodass die Wasserstände erneut sinken und in kritischere Bereiche fallen.


In weiten Teilen Niedersachsens sowie an der Elbe treten bereits Niedrigwasserstände auf. Die Elbe ist sogar über den größten Teil ihrer Strecke davon betroffen. An Main und Donau sieht es sehr ähnlich aus. Der Rhein hingegen weist nur in Kehl einen sehr niedrigen Stand auf. Doch auch im übrigen Verlauf liegen die Pegelstände bereits nah am kritischen Wert.


Die Schifffahrt ist derzeit noch nicht betroffen. Doch könnten weitere trockene Wochen bald zu ersten Sperrungen führen. Die laut den aktuellen Vorhersagen zum kommenden Wochenende erscheinende kühle Phase der Schaftskälte könnte wieder etwas Regen bringen. Aber gerade der Rhein, dessen Wasserstand vor allem vom Schnee in den Alpen abhängig ist, wird nicht sehr davon profitieren können.


Die lange Trockenheit führt bereits in einigen Teilen Deutschlands wieder zu hoher Brandgefahr und absehbare Ernteausfälle. Es bleibt zu hoffen, dass es bald eine Veränderung in der Großwetterlage geben wird. Ein drittes Jahr infolge, dass Trockenheit und Hitze mit sich bringt, würde langfristige Folgen haben.


Redaktion meteo.plus