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Tropensturm-Saison vorbei?

[15.12.2020]

Im Südpazifik und im südlichen Indischen Ozean hat jeweils die Saison der Tropenstürme begonnen. Wie sieht es nun im Norden aus?


Derzeit ziehen gleich zwei Zyklone durch den südwestlichen Pazifik. Im Bereich von Vanuatu und Tonga sind YASA und ZAZU unterwegs. Ersterer erreicht bereits Windgeschwindigkeiten von 167 bis 194 km/h und weist einen zentralen Luftdruck von 956 hPa auf. ZAZU hat sich ebenfalls zum Zyklon verstärkt, erreicht aber nur bis zu 122 km/h.


Im südlichen Indischen Ozean war zuletzt BONGOYO unterwegs. Am 11. Dezember löste sich der Sturm schließlich auf. Mit seinen Windgeschwindigkeiten von 103 km/h und einem zentralen Luftdruck von 988 hPa hatte er sich nur zu einem Tropensturm ausgebildet.


Anfang Dezember hatte sich zuletzt im Golf von Bengalen Tropensturm BUREVI gebildet. Er zog über Sri Lanka und den Süden Indiens hinweg. Nach drei Tagen löste er sich wieder auf.


Im nordwestlichen und nordöstlichen Pazifik ist es hingegen schon etwas länger ruhig. Der 21. Tropensturm des Ostpazifiks erhielt den Namen POLO und zog weit westlich der Küste Mexikos entlang. Im Westpazifik endete am 15. November die Reise des letzten Taifuns dieser Saison. VAMCO suchte zuerst die Philippinen heim und traf schließlich als einer von vielen anderen in diesem Jahr auf den Vietnam.


Im Nordatlantik war mit IOTA bisher Schluss. Er bildete sich in der Karibik zum Hurrikan aus und zog schließlich über Nicaragua und Honduras hinweg. Danach blieb es abrupt ruhig. Die Saison endete in der Statistik mit insgesamt 32 Tropentiefs, von denen 31 mindestens Tropensturmstärke erreichten. 13 wuchsen zum Hurrikan heran, wobei 6 sogar die Kategorie 3 oder höher erreichten.


Die Saison im Nordatlantik wurde damit zur stärksten bisher registrierten Saison. Bisher hatte die Saison von 2005 diesen Rang inne. Das abrupte Ende der Saison lässt offen, ob es noch Nachzügler geben wird. Möglicherweise haben sich die Bedingungen derart stark verschlechtert, dass kein weiterer Sturm mehr folgen wird. Aber dies kann sich auch schnell wieder ändern. Nachzügler sind durchaus bis in den Februar des Folgejahres möglich.


Redaktion meteo.plus