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Tropenstürme im Süden

[18.01.2023]

Die Tropensturm-Saison im At­lantik und dem Nord­pazifik ist wahr­schein­lich vor­bei. Im Süden hin­ge­gen geht es nun wie­der mit mehreren neu­en Stür­men weiter.


Heute morgen bildete sich bereits weit östlich der Nordspitze Madagaskars ein Tropentief. Es zog mit westlichem Kurs weiter und war noch schwach. Doch in den folgenden Stunden verstärkte es sich immer weiter und wurde am Abend zum Tropensturm. Es erhielt den Namen CHENESO.



Abb. 1: Tropensturm CHENESO vor Madagaskar am 18. Januar 2023 21:35 UTC.


Der Sturm zieht nun mit recht hoher Geschwindigkeit in Richtung der Nordostküste Madagaskars weiter und erreicht bereits Windgeschwindigkeiten von 103 bis 131 km/h. Der zentrale Luftdruck ist auf 985 hPa zurückgegangen. Morgen wird CHENESO auf die Nordspitze der Insel treffen und sich deutlich abschwächen. In den nächsten Tagen zeigen die aktuellen Prognosen einen Zerfall des Sturmsystems an. Ein Teil wird zurück in den Indischen Ozean ziehen, der andere weiter in die Straße von Mosambik.


Östlich von Australien hatte sich in den letzten Tagen bereits ein Sturmsystem angekündigt. Am Abend und in der Nacht (Ortszeit) bildete sich der Sturm zum Zyklon aus und erhielt den Namen IRENE. Es werden Windgeschwindigkeiten von 103 bis 131 km/h erreicht. Dies bedeutet Stufe 2 auf der australischen Zyklonskala. Auch der zentrale Luftdruck beträgt wie bei CHENESO nur noch 985 hPa.



Abb. 2: Zyklon IRENE vor den südlichen Inseln Vanuatus am 18. Januar 2023 um 21:35 UTC.


Derzeit zieht der Sturm vor der südwestlichen Küste Vanuatus entlang. Morgen wird der Sturm die südliche Region der Inselgruppe überqueren und sich im weiteren Verlauf rasch auflösen. Dennoch bleibt es in der Region sehr windig. Die Bildung eines neuen Sturms ist sehr wahrscheinlich.


Redaktion meteo.plus