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Temperatur im Norden und Süden nahezu gleich

[09.11.2019]

Wie jedes Jahr gibt es im Frühling und Herbst die Tag- und Nachtgleiche. Die Temperatur gleicht sich erst einige Wochen später an.


Am 23. September trat die letzte Tag- und Nachtgleiche ein. Der Zeitraum zwischen Sonnenaufgang und -untergang glich sich in der Nord- und Südhemisphäre. Die Nacht dauerte genauso lange wie der Tag.


Die Temperatur hinkt dem Jahreslauf der Sonne jedoch einige Wochen hinterher. Die stärkste Hitze wird zum Beispiel in Mitteleuropa meist erst Anfang August erreicht. Dieser Zeitram wird als Hundstage bezeichnet. Der höchste Sonnenstand tritt jedoch bereits am 21. Juni auf. Es ergibt sich daher eine Verzögerung um 6 bis 7 Wochen.


So ist es auch bei der Tag- und Nachtgleiche. Die weltweiten Temperaturen haben am heutigen 9. November, also rund 7 Wochen später, in beiden Hemisphären fast den gleichen Wert erreicht. Das folgende Diagramm zeigt den Verlauf in den letzten 10 Tagen.



Abb. 1: Stündliche Werte der globalen Temperatur: Global (grün), Nord (rot), Süd (blau).


Wie das obige Diagramm zeigt, liegen die Temperaturen der Nordhemisphäre zwischen 6 und 12 Uhr Weltzeit nur noch geringfügig über denen der Südhalbkugel. Der globale Durchschnitt schwankt rund 0,3 bis 0,4°C um den Mittelwert beider Hemisphären, der derzeit bei 14°C liegt.


Da der Temperaturwechsel zwischen Sommer und Winter in der Nordhemisphäre rund dreimal stärker ausfällt als im Süden, dominiert die Temperatur des Nordens auch den jährlichen Rhythmus der globalen Durchschnittstemperatur. Diese wird in den nächsten Monaten aufgrund des Winters in der Nordhemisphäre den weltweiten Mittelwert um weitere 2°C nach unten drücken. Und das, obwohl es in der gleichen Zeit in der Südhemisphäre um circa 2 bis 2,5°C wärmer wird.


Redaktion meteo.plus