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Taifun MUIFA nimmt Kurs auf den Osten Chinas

[11.09.2022]

Taiwan wäre fast von einem star­ken Taifun ge­trof­fen worden. Nach einer Kurs­ände­rung wird nun je­doch der Osten Chinas von MUIFA be­droht.


Taifun MUIFA zieht seit Tagen durch den nordwestlichen Westpazifik. Zuerst nahm er Kurs auf die Philippinen, dann drehte er ab und schlug einen Weg in Richtung Taiwan ein. Aber Taiwan blieb zum Glück auch verschont. Derzeit zieht Taifun MUIFA über die südlichen Inseln Japans hinweg. Dort werden bereits Windgeschwindigkeiten von 80 bis 100 km/h registriert.


Im weiteren Verlauf wird der Sturm in Richtung der Ostküste Chinas weiterziehen. Mit seinen Windgeschwindigkeiten von 157 bis 222 km/h fällt er in die Kategorie 2 der Taifunstärken. Der zentrale Luftdruck beträgt 950 hPa und ist derzeit stabil. Die Vorhersagen deuten an, dass sich der Sturm schon bald abschwächen wird und damit die Unwettergefahr für die Küstengebiete Ostchinas zurückgeht. Damit wird die Lage aber nicht ungefährlich.


Ein weiteres Tropentief, dass sich heute bildete, zieht viel weiter östlich über den Pazifik. Es wird sich in den nächsten Stunden weiter verstärken und sich schon morgen zum Tropensturm entwickeln. Im weiteren Verlauf ist auch die Taifunstärke nicht ausgeschlossen. Doch mit Windigeschwindigkeiten von ca. 150 km/h zieht es nordöstlich weiter und bedroht keine bewohnten Gebiete.


Die Vorhersagen kündigen jedoch einen weiteren Sturm in der Region an. Dieser könnte sich Mitte der Woche bilden und mit der Stärke eines Tropensturms über den Südwesten Japans hinwegziehen. In den Tagen danach wird es im nordwestlichen Pazifik vorerst ruhiger.


Im Nordatlantik zogen zuletzt die Hurrikane DANIELLE und EARL in die Westwinddrift. DANIELLE steht derzeit vor der Küste Portugals und sorgt an der Küste für starken Wellengang. Bis Mitte der Woche ist an der Küste teilweise mit stürmischen Böen und bis ins Landesinnere mit ergiebigen Regenfällen zu rechnen.


Ex-Hurrikan EARL befindet sich aktuell südöstlich von Neufundland und erreicht noch immer Orkanstärke. Doch der Sturm wird laut den aktuellen Vorhersagen nicht in Richtung Europa weiterziehen, sondern langsam nach Grönland abdriften. Weitere Stürme sind derzeit im Nordatlantik nicht zu erwarten. Erst zum Wochenende hin entsteht westlich der Kapverden Potential für einen neuen tropischen Sturm.


Im Ostpazifik ist es in den letzten Tagen verhältnismäßig ruhig geblieben. Doch Mitte der Woche besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit für einen neuen Tropensturm vor der Westküste Mexikos. Ob dieser auch die Stärke eines Hurrikans erreicht, ist noch unklar.


Redaktion meteo.plus