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Riesiges Nebelmeer

[05.12.2020]

Bei uns ziehen derzeit Regen und dichte Wolken durch. Meist bleibt es grau und trist. In Osteuropa hingegen hat sich ein riesiges Nebelmeer ausgebreitet.


Ende November gab es bei uns in Deutschland viele Nebeltage. Oft blieben dabei die Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt hängen. Nachdem jedoch Anfang Dezember einige Tiefs durchzogen, wurde der ganze Nebel aufgelöst.


Im Osten Europas herrscht derzeit ruhigeres Wetter vor. Die Tiefs aus dem Westen kommen nur selten bis dorthin, da sich über weiten Teilen Asiens ein Hoch ausgebreitet hat, dass im Zentrum einen Luftdruck von 1047 bis 1048 hPa erreicht (siehe Abbildung 3).


Die folgenden Karten zeigen die Messwerte der Temperatur, der relativen Feuchte sowie des Luftdrucks über Russland und den angrenzenden Ländern.



Abb. 1: Messwerte der Temperatur für Russland am 5. Dezember um 08 UTC.



Abb. 2: Messwerte der relativen Feuchte für Russland am 5. Dezember um 08 UTC.



Abb. 3: Messwerte des Luftdrucks für Russland am 5. Dezember um 08 UTC.


Am westlichen Rand des großflächigen Hochs breitet sich derzeit Nebel aus. Wie in Abbildung 2 zu erkennen ist, liegen die Werte der relativen Feuchte vom Schwarzen Meer bis hoch nach Finnland meist zwischen 95 und 100%. Der Nebel herrscht dort seit Ende November vor und lässt die Temperaturen meist bei Werten um den Gefrierpunkt hängen. Wie in Abbildung 1 zu sehen, sinken die Temperaturen bereits meist auf -1 bis -3°C ab.


Das folgende Satellitenbild zeigt den Nebel vom All aus gesehen.



Abb. 4: Nebelmeer über Osteuropa am 5. Dezember 2020 (Quelle: sat24.com).


Das Hoch verstärkt sich derzeit im westlichen Bereich und drückt den Nebel langsam Richtung Westen. Dadurch ist in der nebligen Region in den nächsten Tagen mit deutlich niedrigeren Temperaturen zu rechnen. Denn von Osten her breiten sich Luftmassen aus, die meist 10 bis 15°C kälter sind.


Redaktion meteo.plus