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Reichlich Regen im Westen

[10.05.2021]

Während heute im Osten Deutschlands hoch­sommer­liche Tem­peratur­en er­reicht wurden, kühlte es sich im Westen deut­lich ab.


Am gestrigen Muttertag profitierte vor allem Westdeutschland von sommerlichen Temperaturen. Örtlich wurden mehr als 30°C erreicht. Es kündigte sich jedoch bereits Regen an, der von Tief HUBERTUS aus dem Südwesten zu uns geführt wurde. Erste Schauer erreichten in der Nacht den Südwesten und den Nordwesten. In Mecklenburg-Vorpommern waren schon tagsüber Regenschauer unterwegs.


Am Vormittag breitete sich dann im Westen Landregen aus. Die warme Luftmasse, die gestern noch einen Hauch von Frühsommer verbreitete, wurde in Richtung Osten verdrängt. In den neuen Bundesländern registrierten heute mehrere Wetterstationen ebenfalls Temperaturen von über 30°C. Für die Jahreszeit nichts außergewöhnliches, doch gegenüber den vorherigen Tagen ein starker Kontrast.


Die folgende Karte zeigt die Regenmengen am heutigen Montag. Vor allem im Osten Frankreichs wurden verbreitet mehr als 20 Liter pro Quadratmeter gemessen. In Baden-Württemberg, Saarland, Rheinland-Pfalz und Hessen waren es jedoch schon deutlich weniger.



Abb. 1: Regensummen für Deutschland am 10. Mai 2021.


Am Abend verlagerte sich der Dauerregen weiter nordöstlich. Derzeit bilden sich in den nördlichen Regionen Hessens, vor allem zwischen Werra und Fulda, etliche Gewitterzellen. Kühle nasse Luft trifft dort auf warme schwüle Luft und lässt Gewitter entstehen.


Mit der Regenfront kamen auch kühlere Luftmassen vom Atlantik zu uns. Ihr Ursprung liegt in weit nördlicheren Regionen und sie wurden sogar bis nach Spanien und Portugal transportiert. Im Westen wird es zwar in den nächsten Tagen wieder langsam wärmer, doch eine grundlegende Erwärmung wird in den Vorhersagen erst am Donnerstag oder Freitag erwartet.


Mit reichlich Feuchtigkeit im Boden dürfte die Natur nun einen guten Start haben. Auch an den Flüssen steigen die Pegel wieder langsam an. Derzeit ist der Rhein zwischen Kehl und Koblenz wieder gut gefüllt. Am Main hingegen sieht es derzeit am schlechtesten aus. Dort treten reihenweise Niedrigwasserstände auf.


Redaktion meteo.plus