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KHANUN wird gefährlich

[31.07.2023]

Tropensturm KHANUN hat sich weiter inten­si­viert und wird in den nächs­ten Tagen sehr ge­fähr­lich. Das zu­künf­tige Zug­verhal­ten kann zu star­ken Un­wettern führen.


Tropensturm KHANUN hat sich etwas anders entwickelt, als es aus den ersten Vorhersagen hervorging. Am 26. Juli bildete sich über den westlichen Inseln Mikronesiens das sechste Tropentief der westpazifischen Saison. Die ersten Prognosen deuteten eine schnelle Entwicklung zum Tropensturm und schließlich zum Taifun an. Nur zwei bis drei Tage sollte dies beanspruchen.


Doch der Sturm ließ sich viel mehr Zeit. Denn es dauerte zwei Tage, eher sich der Sturm zum Tropensturm entwickelte und den Namen KHANUN erhielt. Mit nordwestlichem Kurs zog er in größerem Abstand an den nördlichen Marianen vorbei und bedrohte keine bewohnten Gebiete. Die Prognosen deuteten jedoch bereits an, dass der Sturm einer weiteren Intensivierung folgend als Taifun in Richtung der südlichen Inseln Japans ziehen würde.


Am Abend des 30. Juli erreichte KHANUN die erste Kategorie eines Taifuns und behielt seinen nordwestlichen Kurs bei. Als Ziel galten weiterhin die südlichen Inseln Japans. Diese sollte der Sturm rasch überqueren und schließlich auf die Ostküste Chinas treffen. Vor allem diejenige Region lag im Zielbereich, die nur wenige Tage zuvor schon von Taifun DOKSURI heimgesucht wurde.


Mittlerweile erreicht Taifun KHANUN Windgeschwindigkeiten von 157 bis 222 km/h und der zentrale Luftdruck ist auf 945 hPa zurückgegangen. Damit erreicht er Stärke 3 auf der Saffir-Simpson-Skala. In den nächsten Stunden wird eine weitere Verstärkung auf Kategorie 4 erwartet.


Die aktuellen Vorhersagen gehen weiterhin davon aus, dass Taifun KHANUN morgen die südlichen Inseln Japans erreicht und dort mit Windgeschwindigkeiten von 120 bis 160 km/h für starke Unwetter sorgen wird. Doch der weitere Verlauf der Prognosen sieht aus heutiger Sicht sehr problematisch aus.


Denn es geht derzeit aus den Modellen hervor, dass Taifun KHANUN über den Inseln zum Stehen kommt und erst einmal an Ort und Stelle verbleiben wird. Erst am 4. August soll er mit nordöstlichem Kurs die Region verlassen. Doch mit dieser Zugrichtung wird er auch die nordöstlich angrenzenden Inseln mit Unwettern überziehen. Am 5. August steht wahrscheinlich eine Abschwächung bevor, bei der aber weiterhin Windgeschwindigkeiten von 120 bis 170 km/h erreicht werden könnten.


Redaktion meteo.plus