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Sonne startet schwach ins Jahr

[03.01.2022]

Ende letzten Jahres boomte auf der Sonne noch die Ak­tivi­tät, nun kommt kaum etwas neues zum Vorschein und die In­ten­si­tät nimmt stark ab.


Das Jahr 2021 ging auf der Sonne recht aktiv zuende. Zeiweise stieg der Aktivitätsindex weit über die 100 an und erreichte am 22. Dezember einen Höchstwert von 152. Der Durchschnitt lag im letzten Monat bei 67,6, deutlich über dem Niveau vom September, als der bisherige Höchstwert von 51,5 erreicht wurde. Damit zeichnet sich ein weiterer Anstieg in Richtung Sonnenmaximum ab, das im Jahre 2025 erwartet wird.


Wie bereits erwähnt, haben sich die vielen aktiven Regionen mit der Drehung der Sonne nach und nach in die westliche Hälfte verlagert und verschwinden reihenweise. Dadurch ging die für uns sichtbare Aktivität zurück und könnte Anfang Januar sehr niedrig ausfallen.



Abb. 1: Sonnenfleckengruppe 2918 am Westhorizont am 2. Januar 2022 (Quelle: NASA).



Abb. 2: Sonnenfleckengruppe 2916 am Westhorizont am 3. Januar 2022 (Quelle: NASA).


In den letzten Tagen bildete sich noch eine Gruppe südlich der zuletzt aktivsten Region 2916, doch auch diese hat sich bereits fast wieder aufgelöst und verschwindet ebenfalls. Einzig Gruppe 2922 befindet sich derzeit noch in der Mitte der Sonnenscheibe, etwas südlich des Äquators. Doch diese Flecken weisen nur noch eine geringe Aktivität auf und könnten sich auch bald auflösen.


Es bleibt nun spannend, ob eine der vergangenen Gruppen am Osthorizont wieder auftaucht oder ob es ruhig wird. Dann könnte es nach einem recht aktiven Dezember einen sehr ruhigen Januar geben.


Langfristig ist jedoch weiterhin mit einem Anstieg der Aktivität zu rechnen. Diese nimmt nämlich derzeit schneller zu als die Prognose der NOAA. Es ist aber sehr gut möglich, dass der aktuelle Sonnenzyklus 25 den gleichen Verlauf nimmt wie der vorherige Zyklus. Nach einem starken Anstieg der Aktivität bildeten sich damals zwei Maxima aus. Damit wurde der Höhepunkt, der sich zwischen den beiden Spitzen hätte aufbauen können, deutlich reduziert. Diese Möglichkeit ist auch im kommenden Maximum nicht ausgeschlossen, zumal die Doppelspitzen in den letzten Zyklen sehr häufig auftraten.


Redaktion meteo.plus