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Riesiger Fleck auf der Sonne

[10.07.2023]

Die Aktivität der Sonne nimmt wieder zu. Zu er­kennen ist dies an den vielen Flecken­gruppen, die der­zeit über ihre Ober­fläche ziehen. Einer davon ist be­son­ders groß!


Auf der Sonne befinden sich derzeit viele Fleckengruppen. Zwölf von ihnen haben bereits eine Laufnummer erhalten. Am südöstlichen Horizont jedoch ist eine neue Gruppe in unser Blickfeld gezogen, die noch nicht nummeriert wurde. Nur vier Gruppen ziehen über die nördliche Heliosphäre. Die restlichen 8, bzw. 9, sind im Süden zu beobachten. Der Index der Aktivität liegt derzeit bei ca. 193, nachdem er gestern noch 181 betrug. Seit dem 6. Juli steigt er kontinuierlich an und erreicht damit die höchsten Werte des Monats. Die Spitzenwerte lagen jedoch bereits um fast 50 höher.


Insgesamt ziehen die Fleckengruppen immer näher am Sonnenäquator. Es gibt jedoch einzelne aktive Regionen, die nach wie vor einen hohen Breitengrad einnehmen. Die meisten Gruppen weisen zudem eine sehr vielfältige Struktur auf. Nur wenige Anordnungen bestehen nur aus einem Fleck. Größere Flecken beherbergen vor allem die Gruppen 3361, 3366 und 3367. Sie sind ungefähr halb so groß wie unsere Erde.


Der größte Fleck ist aber derzeit im Südosten der Sonnenscheibe zu bestaunen. Er bildet die aktive Region 3363. Am 6. Juli war der Fleck erstmals an der Horizontlinie zu erkennen gewesen und wies bereits einen Durchmesser auf, der größer als unsere Erde war. Aktuell ist nur eine schwache Struktur im Umkreis des Sonnenflecks zu beobachten, doch die dunkle Umbra hat sich weiter ausgedehnt und erreicht in etwa zwei Erddurchmesser. In Ost-West-Richtung sind es sogar noch mehr.



Abb. 1: Sonnenfleckengruppe 3363 am 10. Juli 2023 (Quelle: NASA).


Wenn das Wetter mitspielt und der Sonnenuntergang zu beobachten ist, dann ist es sehr gut möglich, dass der große Fleck auf der roten Sonne mit bloßem Auge erkennbar ist. Die übrigen Flecken werden nur mit einem Teleskop sichtbar sein. Bitte dabei aber immer an entsprechende Filter denken, da die Beobachtung der Sonne mit bloßem Auge zu starken Verletzungen führen kann.


Redaktion meteo.plus