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Schneeverhältnisse ändern sich

[13.05.2021]

Im April nahm die Schnee­fläche wie üblich ab und lag nur wenig unter den früheren Jahren. Aber lang­fristig gibt es grund­legende Ver­änderungen.


Im April lag auf den Kontinenten der Nordhemisphäre noch reichlich Schnee. Insgesamt wurden durchschnittlich 28.840.525 Quadratkilometer gemessen. Speziell in Deutschland hatten wir sogar den schneereichsten April seit 1986. Doch der Wert für die nördliche Hemisphäre lag knapp unter den Vorjahren und lässt den langfristigen Trend des Monats langsam weiter absinken.


Während die Trends für die Monate des Sommerhalbjahres abnehmen, gibt es auch entgegengesetzte Situationen. Vergleicht man die 30-Jahre-Zeiträume 1971-2000 und 1991-2020, so fallen grundlegende Veränderungen auf, die klimatisch gesehen große Auswirkungen haben könnten.


Während die Schneemenge der nördlichen Hemisphäre in den Monaten März bis August abnimmt, Mai bis Juli sogar besonders stark, verhalten sich die Monate September bis Januar genau entgegengesetzt. Sie haben meist den Abwärtstrend bis in die 1990er Jahre wieder umgekehrt und weisen derzeit mehr Schneefläche auf als zu Beginn der Messungen Ende der 1960er Jahre. Der Februar weist die geringsten Veränderungen auf. Doch auch hier lässt sich ein leichter Anstieg seit den 1990er Jahren feststellen, der sich in den nächsten Jahren weiter fortsetzen könnte.


Es stehen also den 6 Monaten mit Abwärtstrend auch 6 Monate gegenüber, die den früheren Abwärtstrend aufhalten und umkehren konnten oder sogar einen durchgehend steigenden Trend aufweisen. Es bleibt daher interessant, wie sich dieses Anwachsen der Schneefläche in den Wintermonaten auf die Rückstrahlung und somit auf die Temperaturen im Norden auswirkt.


Redaktion meteo.plus