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Meereis im Norden nimmt weiter zu

[11.04.2020]

Auch in der Region des Nordpols ist bereits der Frühling an­ge­brochen. Das Meereis zieht sich daher wieder zurück. Die Ent­wicklung der letzten beiden Jahre zeigt jedoch Inte­res­santes.


Der Frühling ist am Nordpol bereits seit einigen Tagen angekommen. Die Polarnacht hat sich vollständig zurückgezogen und so scheint die Sonne wieder rund um die Uhr. Die Sonne steht zwar tief, doch reicht dies aus, um das Meereis an den Rändern des Packeisgebietes tauen zu lassen.


Das übliche Abschmelzen wird die Fläche des Meereises bis in den September auf 5 bis 4 Millionen Quadratkilometer schrumpfen lassen. Vor 40 Jahren hielten sich im Herbst noch 7 bis 7,5 Millionen Quadratkilometer.


Interessant ist aber, dass das diesjährige Maximum rund 200.000 Quadratkilometer über dem Vorjahr lag. 2019 lag bereits rund 300.000 Quadratkilometer über dem Maximum von 2018. Damit nimmt die Meereisfläche bereits seit zwei Jahren deutlich zu. Die Minima im Herbst hingegen wiesen diesen zunehmenden Trend nicht auf.


In der Südhemisphäre kehrt bald der Winter ein, zumindest ist dieser an den Küsten der Antarktis bereits zu spüren. Auch wenn es in der Osthälfte des Kontinents vor kurzem Rekordtemperaturen gab, hat sich das Packeis an der Küste nicht so stark zurückgebildet, wie in den letzten Jahren. Seit mittlerweile drei Jahren ist hier ein Aufwärtstrend zu erkennen. Die Maxima nehmen erst seit zwei Jahren zu.


In der Summe ergibt sich ein leicht positiver Trend. Dies liegt vor allem daran, dass sich die Meereisfläche um die Antarktis nach einem etwas deutlicheren Rückgang in den Jahren 2015 und 2016 wieder erholt.


Redaktion meteo.plus