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La Niña verstärkt sich weiter

[05.11.2020]

Der ENSO-Index stürzt weiter ab und verstärkt damit die derzeitige La Niña. Zur Jahreswende wird sie wohl noch intensiver werden.


In den letzten Jahren lag der ENSO-Index oft im positiven Bereich. Im zweiten Halbjahr 2016 und während der Jahreswende 2017 auf 2018 gab es kurzzeitig La Niña-Phasen. Nachdem sich dann der Index 23 Monate lang fast durchweg im positiven Bereich befand, ging es im Mai 2020 wieder abwärts.


Der Oktober war nun der sechste Monat infolge im negativen Bereich. Und der Index senkte sich dabei stets weiter ab, in den letzten drei Monaten sogar deutlich schneller. Der ENSO-Index liegt nun bei -1,27 und es sieht sehr danach aus, dass es über die Jahreswende hinweg noch weiter abwärts gehen wird. Denn auf dem Pazifik dehnt sich das kalte Wasser immer weiter Richtung Westen aus und festigt damit die Ausprägung der Anomalie.


Zuletzt lag der ENSO-Index 2011 etwas niedriger. Aber die La Niña Ende 2010 war noch stärker. Damals wurde im Minimum ein Wert von -1,73 erreicht. Ob es diesmal soweit runtergehen wird, ist unklar. Die stärkste La Niña, die sich in den letzten 70 Jahren ereignete, gab es zum Jahreswechsel 1973 auf 1974. Während der 39-monatigen Negativphase, die vom April 1973 bis zum Juni 1976 andauerte, trat im November 1973 der Tiefstwert von -2,09 auf. Im Endeffekt traten damals zwei starke La Niñas direkt hintereinander auf und sorgten weltweit für eine Abkühlung.


Redaktion meteo.plus