18.204.2.231

La Niña schwächt sich ab

[04.05.2021]

Das Klimaphänomen La Niña schwächt sich im Pazifik langsam ab. Doch so schnell will sie nicht auf­geben. Ihre Wirkung ist zudem weit­reich­end.


Die aus östlichen Richtungen wehenden Passatwinde schwächen sich über dem östlichen Pazifik wieder ab und treiben dadurch das Wasser an der Meeresoberfläche nicht mehr so stark in Richtung Westen. Der entstehende Sog verringert sich, sodass weniger Tiefenwasser vor der Westküste Mittel- und Südamerikas aufsteigt. Dadurch steigen die Wassertemperaturen im Bereich des äquatorialen Ostpazifiks wieder langsam an und das Klimaphänomen La Niña schwächt sich ab.


Die Wassertemperaturen liegen derzeit aber noch rund 0,75°C unter den Normalwerten. Die La Niña beherrscht daher noch immer die Bedingungen, die seit wenigen Monaten weltweite Wirkungen zeigen. Die globale Temperatur war von Dezember 2020 bis Februar 2021, also innerhalb von drei Monaten, um 0,31°C abgesunken. Auch die Satelliten hatten eine vergleichbare Absenkung festgestellt, die sich jedoch auch bis in den März hinein fortsetzte.


Auch in den nächsten Monaten dürfte die La Niña - Phase noch für weltweite Abkühlungseffekte sorgen, ehe der ENSO-Index zur nächsten Jahreswende vermutlich wieder im neutralen Bereich liegt. Es bleibt abzuwarten, wie stark die weltweite Temperatur dadurch noch zurückgehen wird. Das langsame Nachgeben der La Niña könnte aber auch darauf hindeuten, dass die kühlere Phase noch ein wenig länger bestehen bleibt und nicht so schnell in positive Werte umschlagen wird.


Redaktion meteo.plus