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La Niña geht in die dritte Runde

[19.12.2022]

Die La Niña - Phase im Ost­pazifik hat einen langen Atem. Der ENSO-Index liegt weiter­hin im nega­tiven Be­reich und führt damit zur nächs­ten La Niña.


Nach dem letzten großen El Niño von 2015/2016 gab es nur zwei kleine La Niña - Phasen kurzer Dauer. Ebenso zwei El Niño - Situationen, die nur sehr schwach ausgeprägt waren. Im Mai 2020 schwenkte der ENSO-Index dann wieder in den negativen Bereich. Die fortwährende Entwicklung immer stärkerer Minuswerte kündigte eine La Niña zum Jahreswechsel 2020/2021 an.


Im Laufe des Jahres 2021 war der Trend aufwärts gerichtet, doch er blieb im Minus. Ab Juli 2021 sank der Index schließlich wieder ab. Zur Jahreswende 2021/2022 folgte die nächste La Niña. Ihre Werte waren zwar nicht mehr so extrem wie zum vorherigen Jahreswechsel, doch sie hielten sich bis April und Mai auf sehr niedrigen Werten.


Im Laufe des aktuellen Jahres 2022 gab es zwar im Juni und Juli eine kurzzeitige Abschwächung, doch schon im August sackte der ENSO-Index erneut ab. In den folgenden Monaten blieb diese Situation erhalten.


Im November 2022 zeigt die ENSO weiterhin einen Wert von -0,9 an. Damit ist zur kommenden Jahreswende 2022/2023 eine weitere La Niña zu erwarten. Dies ist dann die dritte Phase in Folge. Der Index liegt damit auch bereits den 31. Monate am Stück im negativen Bereich.


Wann eine Abschwächung dieser Situation erfolgen wird, ist noch nicht klar. Die Wahrscheinlichkeit für positive Werte im kommenden Jahr nimmt jedoch nach dieser langen kühlen Phase im östlichen Pazifik zu.


Ein Rekord bedeutet die aktuelle Phase noch nicht. Der längste Zeitraum mit einem negativen ENSO-Index dauerte vom Juni 1998 bis Januar 2002 ganze 44 Monate. Dies bedeutet, dass sich die aktuelle Situation noch mindestens ein Jahr fortsetzen müsste, um diesen Rekord zu brechen.


Redaktion meteo.plus