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El Niño wird weiterhin stärker

[07.12.2023]

Der El Niño im Ostpazifik wird weiter­hin stärker. Die bisher stärks­te Warm­phase von 2015/­2016 wird sehr wahr­schein­lich nicht über­troffen. Aber noch be­sitzt die ak­tuelle Phase Poten­zial zur weite­ren Steige­rung.


Seit acht Monaten liegt der ENSO-Index im äquatorialen Bereich des östlichen Pazifiks im positiven Bereich. Aufgrund der Entwicklung stand seit Juni/Juli fest, dass zur kommenden Jahreswende ein neuer El Niño auftreten würde. Nach fast drei Jahren mit der gegenteiligen La Niña war die Wahrscheinlichkeit für den Wechsel bereits sehr hoch gewesen.


Mittlerweile hat sich der Index auf knapp über 2 gesteigert. Bleibt nun abzuwarten, wie stark die Ausprägung im Dezember und Januar noch zunehmen wird. Eine Steigerung auf 2,5 bis 2,7 wäre noch denkbar. Die entsprechenden Auswirkungen auf das Wettergeschehen lassen sich bereits auf beiden Seiten des Pazifiks beobachten.


Der letzte El Niño mit noch etwas höheren Werten liegt bereits 8 Jahre zurück. Damals trat ein Doppel-El-Niño auf, da schon zur Jahreswende 2014/2015 positive Werte registriert wurden und bis zum nachfolgenden Jahreswechsel nicht mehr in den negativen Wertebereich absanken.


Überlicherweise geht der ENSO-Index in den ersten 3 bis 6 Monaten des Folgejahres wieder auf neutrale Werte zurück. Kurze La Niña-Phasen können folgen. Teilweise sind diese auch sehr stark ausgeprägt. Es bleibt daher spannend, wie sich die Lage im kommenden Jahr entwickelt und eine negative Phase zurückkehrt. Auch der Einfluss auf die weltweite Durchschnittstemperatur wird wieder interessant. Aktuell ist bereits ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen.


Redaktion meteo.plus