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El Niño schwächt sich weiter ab

[04.05.2024]

Im östlichen Pazifik schwächt sich der der­zeiti­ge El Niño immer weiter ab. In weni­gen Mona­ten könn­te er ver­schwun­den sein.


Zur letzten Jahreswende noch herrschte im äquatorialen Bereich des östlichen Pazifiks ein El Niño über das Wetter. Mit einem Index von knapp über 2 erreichte das Klimaphänomen eine normale Stärke. Mittlerweile ist der Index fast auf 0,7 zurückgegangen.


Im April fiel jedoch der Rückgang nicht mehr ganz so schnell aus wie in den vorangegangenen Monaten. Doch in zwei bis drei Monaten könnte die Situation im Pazifik wieder ausgeglichen sein. Aber wie geht es dann weiter?


Üblicherweise folgt auf einen El Niño eine negative Phase, bei der die Temperaturen im Ostpazifik unter den üblichen Werten liegen. Ist diese Situation stärker ausgeprägt, spricht man von einer La Niña. Es stellt sich nun die Frage, wie stark diese Phase ausfallen wird.


Prognosen dazu sind schwierig. Da jedoch vor dem aktuellen El Niño eine fast dreijährige Kaltphase auftrat, ist vieles möglich. Die Werte könnten wieder auf die vorherigen Werte abfallen oder auch deutlich schwächer ausfallen und schon bald wieder eine kleine Warmphase verursachen. Dem Letzteren ist eine höhere Wahrscheinlichkeit zuzurechnen.


Sicher ist auf jeden Fall, dass sich der Anstieg der weltweiten Temperaturen, wie er sich in den letzten 12 Monaten abspielte, wieder abschwächen wird. Es ist von einem Rückgang auszugehen, wie dieser nach jedem El Niño auftritt. Wie stark dieser jedoch ausfallen wird, bleibt abzuwarten. Oft bedeuteten die Warmphasen im Ostpazifik einen weiteren Schub des klimatischen Aufwärtstrends.


Redaktion meteo.plus