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August in Deutschland zu warm

[08.09.2019]

Der vergangene August war in Deutschland etwas zu warm ausgefallen. Der Sonnenschein verteilte sich recht gleichmäßig, der Regen jedoch nicht.


Mit einer Durchschnittstemperatur von 19,1°C war der August in Deutschland rund 1,6°C zu warm. Im Süden und in Schleswig-Holstein lagen die Mittelwerte mit einem Plus von 1,1 bis 1,4°C etwas darunter, von Thüringen bis Brandenburg mit einer Abweichung von +2,1 bis +2,2°C etwas darüber.


Sonnenschein gab es in ganz Deutschland ausreichend. Fast überall wurde ein Plus von 20 bis 30 Stunden registriert. In Nordrhein-Westfalen waren es sogar gut 35 Stunden mehr als üblich. In Schleswig-Holstein konnte nur ein Plus von 15 Stunden gemessen werden, Bayern blieb mit +9 Stunden Schlusslicht.


Regen fiel zwar überall, doch meist nicht in ausreichendem Maße. Einzig in Baden-Württemberg wurde ein Plus von 4,7 Litern pro Quadratmeter erreicht. Ansonsten fehlten im Westen und in der Mitte 5 bis 20 Liter. In den neuen Bundesländern gab es größere Defizite. Verbreitet lagen die Niederschlagssummen 26 bis 38 Liter pro Quadratmeter unter den Normalwerten.


Vor allem Regen fehlte im August. Um das langfristige Defizit, dass sich schon 2018 ansammelte, ausgleichen zu können, müsste es monatelang kräftig regnen. Die Flusspegel spiegeln diese Situation deutlich wieder. Im Westen und Süden liegen sie meist leicht über der Schwelle des Niedrigwassers. Im übrigen Land wird die Niedrigwasserschwelle selten überschritten. Die Erträge in der Landwirtschaft leiden ebenso darunter wie die Wälder, die in vielen Regionen deutliche Anzeichen langer Trockenheit zeigen.


Redaktion meteo.plus