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ZEYNEP, WENJIN, ANTONIA

[20.02.2022]

Die Kette der Sturm­tiefs reißt nicht ab. Nun nähert sich ANTONIA. Sie wird voraus­sicht­lich schwächer aus­fallen, aber nicht un­ge­fähr­lich blei­ben.


In der letzten Nacht stürmte es vor allem in der Mitte Deutschlands. Ein Bruchstück des Tiefs WENJIN zog bei uns durch. Genau genommen die Nummer 4 des Tiefs. Mit Windgeschwindigkeiten von 60 bis 70 km/h war es nicht ungefährlich.


Doch schon gestern machte sich bei Neufundland das nächste Tief auf den Weg nach Mitteleuropa. ANTONIA liegt derzeit in der Nähe von Island, doch reicht ihr Frontensystem bis zu uns und sogar noch weiter südlicher. Die folgende Karte zeigt die aktuellen Windrichtungen und -geschwindigkeiten über Europa.



Abb. 1: Messwerte der Windstärke über Europa am 20. Februar 2022 um 20:00 Uhr MEZ.


Heute wurde kaum merklich warme Luft zu uns geführt. Dieser Warmfront folgt nun die nächste Kaltfront. Momentan befindet sich diese über dem Ärmelkanal und zieht in die Niederlande und Belgien hinein. Dort gibt es derzeit auch die höchsten Windgeschwindigkeiten.


Bei uns frischte der Wind schon am Mittag auf. Die folgende Karte zeigt die Windgeschwindigkeiten am Abend. Auf dem Brocken werden bereits mehr als 100 km/h registriert. Auch auf dem Feldberg im Schwarzwald wurden 70 km/h gemessen. Die Böengeschwindigkeiten liegen derzeit verbreitet 20 bis 30 km/h höher als die Mittelwinde.



Abb. 2: Messwerte der Windstärke über Deutschland am 20. Februar 2022 um 20:00 Uhr MEZ.



Abb. 3: Regenradar für Deutschland am 20. Februar 2022 um 20:10 Uhr MEZ.


Auf dem Regenradar sieht man bereits den Regen, der vor der Kaltfront hergeschoben wird. Im Laufe der Nacht wird uns die Kaltluftmasse erreichen und sich mit einer deutlichen Zunahme der Windstärke bemerkbar machen. Im Westen Deutschlands kann es bis in die Morgenstunden sehr stürmisch bleiben. Im Osten ist bis Montagmittag mit starken Böen zu rechnen.


Redaktion meteo.plus