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Xavier Erster Herbst­sturm über­raschend stark

[05.10.2017]

Mit Xavier kam der erste heftige Sturm in diesem Herbst über Teile Mitteleuropas gefegt. Windgeschwindigkeiten von mehr als 170 Kilometer pro Stunde wurden in Deutschland gemessen.


In den Morgenstunden hatte er sich bereits angekündigt: Der erste heftige Herbststurm für dieses Jahr. Xavier zog als Randtief von Tief Wolfgang, das über Skandinavien liegt, über die Nordsee in die Deutsche Bucht. Mit Windböen von bis zu 120 Kilometer pro Stunde erreichte der Sturm im Bereich der Westfriesischen und Ostfriesischen Inseln bereits Orkanstärke.


Das Tief verlagerte sein Zentrum schon am Mittag Richtung Hamburg weiter und zog am frühen Abend über die nördlichen neuen Bundesländer. Auf dem Brocken wurden zu dieser Zeit Böen von bis zu 174 Kilometer pro Stunde gemessen. Im Raum Berlin gab es ebenfalls Windgeschwindigkeiten von 100 bis 120 Kilometern pro Stunde.


Umgestürzte Bäume, Schäden an Häusern und große Probleme im Bahnverkehr wurden vor allem aus den nördlichen Bundesländern Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Berlin sowie aus Teilen Sachsens gemeldet. Auf dem Fichtelberg, der höchsten Erhebung im sächsischen Erzgebirge, wurden in Böen bis zu 134 Kilometer pro Stunde gemessen.


Der Süden Deutschlands lag anfangs noch unter dem Einfluss des Hochs Sylvia. Nachdem vom Oberrhein bis nach Österreich die Temperaturen auf 20 bis 24 Grad stiegen, machte sich auch dort der Einfluss von Xavier breit. Derzeit regnet es noch vorallem im Süden. Ansonsten sind nur noch kleinere Schauer unterwegs. Am Abend verlagerte sich das Sturmtief nun nach Polen weiter.


Redaktion meteo.plus