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Tropensturm-Saison im Indischen Ozean

[23.03.2018]

Im Indischen Ozean läuft die Tropensturm-Saison derzeit auf Hochtouren. Schon in den letzten Wochen waren immer wieder starke Zyklone unterwegs. So auch aktuell vor den Küsten Australiens.


Nachdem sich Mitte März im südlichen Pazifik die Zyklone Hola und Linda auflösten, schwenkte die Aktivität der Tropensturm-Saison in den südlichen Indischen Ozean. Am 15. März bildete sich Tropensturm Eliakim, der schon am nächsten Tag mit Windgeschwindigkeiten von 100 bis 130 Kilometern pro Stunde auf die Nordostküste Madagaskars traf.


An der Nordwestküste bildete sich zur gleichen Zeit Tropensturm Marcus, der sich langsam der Küste annäherte. Am 17. März schwächte sich Eliakim über Madagaskar zum Tropentief ab, Marcus hingegen zog an der Nordwestküste Australiens entlang und erreichte Windgeschwindigkeiten von 84 bis 122 Kilometer pro Stunde. Am nächsten Tag schwächte sich Marcus ab, Eliakim hingegen zog wieder auf den Indischen Ozean zurück und verstärkte sich dadurch erneut zum Tropensturm.


Am 20. März zog Eliakim mit südöstlichem Kurs weiter von Madagaskar weg in Richtung der südlichen Region der Westwinddrift. Windgeschwindigkeiten von 84 bis 113 Kilometer pro Stunde sorgten zeitweise auch auf La Réunion für Unwetter. Tropensturm Marcus hingegen hatte sich bereits zum Zyklon ausgebildet und erreichte Stärke 4 der australischen Zyklonkategorien. Da der große Sturm jedoch weit nach Westen abgedriftet war, sorgten seine Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 Kilometer pro Stunde an den Küsten Australiens kaum für Probleme.


Am 21. März schwächte sich Eliakim zum Tropentief ab und driftete immer weiter nach Süden. Zyklon Marcus hingegen steigerte seine Windgeschwindigkeiten auf bis zu 287 Kilometer pro Stunde. Bei einem zentralen Luftdruck von nur noch 939 Hekto-Pascal erreichte der Zyklon die höchste Kategorie 5. Nördlich von Australien bildete sich währenddessen über der Arafura-See das nächste Tropentief, das bereits Kurs auf die Küste nahm.


Am 22. März verstärkte sich Marcus noch einmal kräftig. Bei einem zentralen Luftdruck von 916 Hekto-Pascal und Böenwindgeschwindigkeiten von bis zu 324 Kilometer pro Stunde änderte er seinen Kurs langsam in südwestlicher Richtung. Das Tropentief über der Arafura-See näherte sich zeitgleich weiter der Küste Australiens an. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 84 Kilometer pro Stunde bedeutete es jedoch noch keine Gefahr.


Am heutigen 23. März drehte Zyklon Marcus in Richtung Süden ab und verlor etwas an Stärke. Die Windgeschwindigkeiten betragen derzeit aber immer noch bis zu 250 Kilometer pro Stunde. Der weitere Verlauf könnte jedoch Unwetter für den Südwesten Australiens bedeuten. Die aktuellen Prognosen deuten dies bereits an.


Das Tropentief über der Arafura-See hat sich zum Zyklon Nora verstärkt und hält sich mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Kilometer pro Stunde weiterhin über dem Meer auf. Die Prognosen zeigen jedoch an, dass Nora mit südlichem Kurs östlich von Darwin mit noch größerer Stärke an Land gehen wird.


Weiter östlich von Australien sind derzeit immer noch schwache Stürme unterwegs. Hier könnte sich in den nächsten Tagen noch das eine oder andere Unwetter bilden.


Östlich der Philippinen wird es derzeit ebenfalls unruhig. Die derzeitigen Prognosen deuten darauf hin, dass sich zu Beginn der kommenden Woche ein erster großer Sturm für den Nordwestpazifik bilden könnte. Mit Spitzengeschwindigkeiten von über 200 Kilometer pro Stunde soll er aber in den nachfolgenden Tagen zum Glück weit von der Küste entfernt Richtung Norden weiterziehen.


Redaktion meteo.plus