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Reichlich Regen, aber niedrige Pegel

[09.06.2021]

In den letzten Tagen hatte Tief PETER einiges an Regen gebracht. Nun sorgt XENIA für Sonnenschein. Doch teilweise bleiben Schauer und Gewitter hartnäckig.


Tief PETER hatte letzte Woche, vor allem aber am Wochenende, tagelang für Regen und Gewitter gesorgt. Überwiegend im Westen und Süden des Landes kam bereits in den ersten neun Tagen des Monats einiges an Regenwasser zusammen. Die folgende Karte zeigt die Verteilung in Deutschland.



Abb. 1: Regensummen in Deutschland 1. bis 9. Juni 2021.


Seit Wochenanfang verlagerte sich Tief PETER nach Osten und gab somit den Weg frei für Hoch XENIA. Dieses reicht derzeit vom Nordatlantik, über die Azoren und Mitteleuropa bis weit nach Nordosteuropa. Damit werden alle Tiefs vom Atlantik blockiert und der Himmel wird immer freier. Sonnenschein kann sich nun in weiten Teilen des Landes durchsetzen und endlich für Sommer sorgen.


Dennoch waren heute in Baden-Württemberg und Bayern wieder viele Schauer und Gewitter unterwegs. Aber auch in Teilen Hessens, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gab es immer wieder Blitz und Donner. Die feuchte Luft der letzten Tage sorgt weiterhin für dicke Quellwolken und Schauer. Die folgende Karte zeigt die Regenmengen des heutigen Tages.



Abb. 2: Regensummen in Deutschland am 9. Juni bis 19:30 Uhr MESZ.


Obwohl es in den letzten Tagen viel geregnet hat, schlägt sich dies kaum in den Pegelständen der Flüsse nieder. Im Süden des Landes ist der Rhein derzeit der einzige große Fluss, der relativ gut mit Wasser gefüllt ist. Main, Mosel, Lahn und auch der Neckar sind meist nur wenig gefüllt. Niedrigwasser tritt aber noch nicht auf. Sogar die Donau hat trotz des vielen Regens noch nicht zugelegt. Dort befinden sich die Pegelstände meist im unteren Bereich. Im Norden Deutschlands sind nur die Flüsse im Flachland einigermaßen gefüllt. Ems, Weser und Elbe weisen ebenfalls nur geringe Pegel auf. Stellenweise drohen die Wasserstände bereits wieder das Niedrigwasser zu erreichen.


Die aktuellen Vorhersagen deuten eine weitere Auflockerung des Himmels an. Bis zum Wochenende werden die Schauer seltener, der Sonnenschein hingegen mehr. Die Temperaturen steigen tendenziell an, sodass diese am kommenden Montag örtlich 30°C erreichen können. Nur im äußersten Norden bleibt es ein wenig kühler.


Redaktion meteo.plus