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Nummer 28 zieht durch die Karibik

[24.10.2020]

In der Karibik hat sich das 28. Tropentief dieses Jahres gebildet. 2020 zieht dadurch mit dem Jahr 2005 gleich. Jeder weitere Sturm führt zum Rekord.


Schon als im Laufe des Sommers die Namen für die Tropenstürme ausgingen und erneut auf das griechische Alphabet zurückgegriffen werden musste, war abzusehen, dass es wieder eine Rekordsaison geben könnte.


In der Karibik hat sich heute das 28. Tropentief der nordatlantischen Saison gebildet. Das gab es zuletzt im Jahre 2005. Was damals ein Rekord war, könnte dieses Jahr zu einem neuen Rekord führen. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass sich in den verbleibenden Wochen der diesjährigen Saison kein weiterer Sturm bilden wird.


Hurrikan EPSILON zieht derzeit weit südlich von Neufundland vorbei und gliedert sich bald in die Westwinddrift des Nordatlantiks ein. Seine Windgeschwindigkeiten betragen noch immer 131 bis 157 km/h. Der Luftdruck im Zentrum sank heute erneut stark ab und erreichte nur noch 958 hPa.


Tropentief TWENTY-EIGHT zieht derzeit mit nördlichem Kurs durch die westliche Karibik und könnte in den nächsten Tagen in den Golf von Mexiko gelangen. Die aktuellen Vorhersagen gehen nicht davon aus, dass sich das Tief deutlich verstärken wird.


Im Westpazifik sind derzeit auch zwei Stürme unterwegs. Taifun SAUDEL zog mit westlichem Kurs durch das Chinesische Meer und könnte bald mit Tropensturmstärke auf die Ostküste des Vietnam treffen. Derzeit erreicht der Sturm Windgeschwindigkeiten von 93 bis 131 km/h.


Ein Nachfolger existiert bereits. Tropensturm MOLAVE nimmt derzeit Kurs auf die mittleren Philippinen und wird sich laut den Vorhersagen noch deutlich verstärken. Es handelt sich sehr wahrscheinlich um den nächsten Taifun, der dieses Jahr die Inselgruppe trifft. Im weiteren Verlauf soll er wieder in Richtung Vietnam ziehen.


Ein weiterer Sturm steht bereits in den Startlöchern. Wie beim Vorgänger MOLAVE bildet sich derzeit in der Region der Marianen ein Sturmsystem aus, dass erneut auf die Philippinen zusteuern könnte. Die Vorhersagen deuten dies für die Mitte der kommenden Woche an.


Es bleibt also weiterhin sehr turbulent auf den Meeren. Im Ostpazifik hingegen hat sich seit Monaten kein Sturm mehr ausgebildet. Die Energie hat sich in den Atlantik verlagert und wird dort wahrscheinlich für eine Rekordsaison sorgen.


Redaktion meteo.plus