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Nach kurzer Pause auf neuem Kurs

[16.09.2021]

Taifun CHANTHU sorgte in den letzten Tagen für einige Unwetter. Nun pausierte er vor China und sammelte neue Kraft.


Am 6. September bildete sich weit östlich der Philippinen das 14. Tropentief der diesjährigen westpazifischen Saison. Schon am Tag danach verstärkte es sich zum Tropensturm. Doch die Kraft des Sturms nahm immer weiter zu, sodass dieser am Abend des 7. Septembers schon die Stärke eines Taifuns erreichte. In den Folgetagen zog CHANTHU mit westlicher Richtung weiter und nahm Kurs auf die nördlichen Philippinen.


Am 10. September kam er schließlich bei den Philippinen an und zog direkt vor der Nordostküste vorbei. Mit Windgeschwindigkeiten von 213 bis 306 km/h und einem zentralen Luftdruck von nur noch 905 hPa erreichte er seine stärkste Phase. Aufgrund seiner Dreh- und Zugrichtung war das Windfeld über der Inselgruppe deutlich schwächer ausgebildet als auf der Meeresseite. Dadurch blieben die Pilippinen von den Auswirkungen eines Taifuns der Stärke 5 weitgehend verschont.


Im Folgenden zog CHANTHU mit fast nördlicher Richtung auf Taiwan zu. Die bergige Insel sorgte aber in Kombination mit der Zugrichtung des Sturmes zum Glück dafür, dass das Sturmtief an der Küste entlang zog und nur geringe Schäden hinterließ. Dennoch traten vor der Küste Windgeschwindigkeiten von 176 bis 250 km/h auf.


Im weiteren Verlauf steuerte CHANTHU auf die Ostküste Chinas zu. Dort ging er aber nicht an Land, sondern zog in sicherer Entfernung nordwärts weiter. Weit vor der Großstadt Shanghai änderte er seinen Kurs sogar wieder in Richtung Ozean. In den letzten Tagen schwächte er sich dort zum Tropensturm ab und blieb nahezu auf der Stelle stehen.


Die ursprünglichen Prognosen gingen von einem raschen Weiterziehen in Richtung Südkorea und Japan aus. Aber erst am heutigen 16. September hatte der ehemalige Taifun wieder genug Kraft gesammelt, um mit nordöstlichem Kurs weiterzuziehen. Die Vorhersagen gehen nun davon aus, dass CHANTHU in die Meeresenge zwischen Südkorea und Japan ziehen wird, aber schließlich schon morgen die japanische Hauptinsel überqueren wird. In den Tagen danach ist dann mit einer Auflösung des Sturmes zu rechnen.


Ex-Hurrikan NICHOLAS, der vor wenigen Tagen auf die texanische US-Küste traf, hat sich zwar zu einem Tief abgeschwächt, befindet sich aber weiterhin in Küstennähe. Derzeit hat es das Mississippi-Delta ostwärts überquert und sorgt weiterhin für starke Regenfälle.


Redaktion meteo.plus