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Medicane Zorbas über Griechenland

[29.09.2018]

Im Mittelmeer hat sich in den letzten Tagen ein Sturmtief zusammengebraut, das nun als Medicane über Griechenland für starke Winde sorgt.


In der Nacht von Donnerstag auf Freitag bildete sich im Mittelmeer zwischen Italien und Libyen ein kräftiges Tief aus. Am Morgen des 28. Septembers erreichte es Windgeschwindigkeiten von 50 bis 60 km/h. Der zentrale Luftdruck sank in Richtung 1000 hPa ab. Der Sturm gewann damit den Charakter eines Medicanes, eines Tropensturms im Mittelmeer.


Im Laufe des Tages zog Medicane Zorbas langsam in Richtung Griechenland weiter, wo er am Samstag Nachmittag über dem Süden des Landes rotierte. Die Windgeschwindigkeiten erreichten weiterhin 50 bis 60 km/h, die Intensität des Sturmzentrums schwächte sich jedoch bereits etwas ab. Der zentrale Luftdruck betrug nur noch 1007 hPa.


Der Sturm zieht derzeit die Luftmassen aus der Adria, der Ägäis und dem Schwarzen Meer sowie dem Mittelmeer zusammen. Die Niederschlagsmengen liegen bei Tageswerten von 50 bis 100 Litern pro Quadratmeter. Laut den aktuellen Prognosen soll Zorbas in die Ägäis weiterziehen und sich weiter abschwächen. Im Westen des Mittelmeers könnte sich jedoch zum Wochenbeginn südlich von Frankreich erneut ein ähnliches Sturmtief bilden.


Redaktion meteo.plus