18.206.177.17

Klimaerwärmung geht weiter zurück

[13.03.2021]

Die La Niña im Pazifik hat weit­reichende Folgen. Welt­weit gehen die klima­tischen Ab­weich­ungen zurück, ört­lich sogar recht schnell.


Vor wenigen Tagen meldeten bereits die Messungen der Satelliten, dass sich die weltweite Klimaanomalie auf niedrigem Niveau fortsetzt. Nachdem im Jahre 2019 einzelne Monate knapp mehr als 1°C wärmer waren als üblich, gingen im Dezember die Abweichungen deutlich runter. Auch im Januar und Februar setzte sich die weltweite Klimaanomalie auf einem Niveau von ca. 0,6°C fort. Vor allem die südliche Hemisphäre blieb bei Werten um 0,4°C. Die Verteilung zwischen Land und Meer fiel in etwa gleich aus, unterteilt nach den Hemisphären gibt es aber große Unterschiede.


Betrachtet man nur die Landflächen, so ist festzustellen, dass die Kontinente der südlichen Hemisphäre derzeit normal temperiert sind. Im Norden hingegen sind sie rund 1°C zu warm. Die Ozeane sind im Norden ebenfalls deutlich zu warm und zwar um rund 1,2°C. Die Meere im Süden liegen bei einem Plus von knapp mehr als 0,7°C. Im Bereich der Tropen sind sie nur 0,2°C zu warm. Letzteres liegt an der La Niña, die weiterhin im östlichen Pazifik für niedrige Wassertemperaturen sorgt.


Die Messungen der weltweit verteilten Wetterstationen hingegen ergaben zwar im Dezember einen kleinen Rückgang des Klimaanomalie, doch im Januar stieg sie wieder leicht an und betrug wieder 0,78°C. Im Februar sackte das Plus dann jedoch weiter ab. Der Februar war im weltweiten Durchschnitt nur noch 0,65°C zu warm. Die La Niña wirkt derzeit auf breiter Front. Seit Monaten gehen die weltweiten Abweichungen zurück. Der Rückgang verlief im letzten Monat im Norden mit 0,27°C schneller als im Süden, wo der Abwärtstrend nur 0,02°C betrug.


Die Nordhemisphäre ist derzeit 0,84°C zu warm, der Süden 0,45°C. Das klimatische Plus ging auf den Kontinenten insgesamt um 0,45°C zurück, sodass diese noch 0,93°C zu warm waren. Die nördlichen Landflächen sind nach einem Rückgang um 0,58°C noch 1,1°C zu warm. Im Süden betrug der Rückgang nur 0,11°C, sodass es dort noch 0,51°C zu warm ist.


Das klimatische Plus der Ozeane lag nach einer Abnahme um 0,03°C weltweit bei 0,54°C und somit deutlich weniger als das der Kontinente. In den nördlichen Meeren war ein geringer Rückgang um 0,07°C registriert worden, sodass es dort derzeit noch 0,69°C zu warm ist. Im Süden hingegen blieb das Meereswasser konstant bei einem Plus von 0,44°C.


Es bleibt nun spannend, wie lange die La Niña im östlichen Pazifik weiterhin für niedrige Wassertemperaturen sorgen kann. Dies wirkt sich derzeit weltweit aus und könnte auch in den nächsten Monaten noch für ein zurückgehendes Klimaplus sorgen.


Redaktion meteo.plus