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Juni zu warm und zu trocken

[09.07.2018]

Im Juni setzte sich eine lange Trockenphase in weiten Teilen Deutschlands fort. Klimatische gesehen fiel er viel zu warm und vor allem zu trocken aus.


Schon im Februar gab es deutschlandweit zu wenig Regen. Im März setzte sich dies im Westen, Norden und Süden des Landes fort. Im April war vor allem die Mitte und der Süden von Niederschlagsdefiziten betroffen. Im Mai gab es nur im Südwesten mehr Regen als Normal. Ansonsten lagen die Regensummen wieder deutlich unter dem Durchschnitt. In Norddeutschland machte sich damit bereits die schlimmste Trockenheit seit 15 Jahren breit.


Der Juni änderte am Wettergeschehen kaum etwas. Er lieferte nur im Saarland die üblichen Regenmengen. Der Rest des Landes meldete Defizite von 20 bis 50 Prozent. In Thüringen und Sachsen fehlten sogar 71 bzw. 73 Prozent.


Die Temperaturen lagen fast gleichmäßig 1,7 bis 2,4 Grad Celsius über den Normalwerten. Prinzipiell nichts außergewöhnliches, doch eine hohe Belastung in Kombination mit der lang andauernden Trockenheit und der hohen Sonnenscheindauer. Letztere übertraf in allen Teilen Deutschlands die Sollwerte deutlich, vor allem im Nordosten und Südwesten. In Baden-Württemberg wurde sogar ein Plus von mehr als 37 Stunden verzeichnet.


Aufgrund dieser seit Monaten anhaltenden Trockenheit herrscht in weiten Teilen des Landes höchste Waldbrandgefahr. Immer wieder stehen deshalb Felder oder Wälder in Flammen. Der Juli hat nun ebenfalls sehr trocken begonnen und auch in den nächsten Tagen ist kein nennenswerter Niederschlag in Sicht. Die hohen Temperaturen werden daher auch der bereits in Mitleidenschaft gezogenen Landwirtschaft weiter zusetzen.


Redaktion meteo.plus