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JULIA über Nicaragua

[09.10.2022]

Hurrikan JULIA zieht über Nicara­gua hin­weg und sorgt für Un­wetter. Zum Glück ver­liert der Sturm schnell an Stärke und löst sich über dem Lande auf.


Mit Nicaragua wurde nun ein weiterer Karibik-Anrainer von einem Hurrikan heimgesucht. Vor der Küste Venezuelas bildete sich vor wenigen Tagen Tropensturm JULIA. Mit Windgeschwindigkeiten eines Tropensturms zog das Sturmsystem mit westlichem Kurs weiter an der Küste Columbiens entlang. Der Tropensturm verstärkte sich nur langsam, erreichte dann jedoch direkt vor der Küste Nicaraguas Hurrikan-Stärke.


Vor der Küste wurden Windgeschwindigkeiten von 122 bis 148 km/h registriert. Der zentrale Luftdruck sank auf 988 hPa ab. Durch die Überquerung des Festlandes schwächte sich der Sturm wieder ab, sodass derzeit JULIA nur noch Tropensturm-Stärke erreicht. Der Luftdruck ist bei Winden von 113 bis 141 km/h auf 993 hPa angestiegen. In den kommenden Stunden wird sich der Sturm weiter abschwächen und die Unwetter zurückgehen.


Laut den aktuellen Vorhersagen siedelt JULIA nicht in den Ostpazifik über, wie dies Anfang Juli 2022 Tropensturm BONNIE tat. Auch ein weiterer Sturm ist in den nächsten Tagen im Bereich der Karibik, dem Golf von Mexiko und dem Nordatlantik nicht zu erwarten.


Doch im Westpazifik wird sich nach kurzer Pause sehr wahrscheinlich am Nordende der Nördlichen Marianen ein neuer Tropensturm bilden. Im weiteren Verlauf könnte er auf die Nordhälfte der Philippinen treffen. Der Sturm wird vermutlich nicht die Stärke eines Taifuns erreichen.


Redaktion meteo.plus