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Flusspegel steigen

[31.08.2023]

Der üppige Regen der letz­ten Woche hat in eini­gen Re­gionen die Fluss­pegel an­schwel­len lassen. Aber auch andere Ge­biete mit wenig Regen werden davon be­troffen sein.


Der August war in weiten Teilen Deutschlands sehr regenreich. Wie die folgende Grafik zeigt, wurde meist nur der Nordosten bei den Regenfällen ausgespart. An der Nordseeküste und von den Mittelgebirgen bis zu den Alpen gab es besonders viel Nass vom Himmel.



Abb. 1: Regensummen in Deutschland für den August 2023.


Auch in einigen Regionen im Nordwesten sowie im Main- und Rheintal blieben relativ trocken. Dies ist aber für einen August nicht ungewöhnlich. In den höheren Lagen kamen meist mehr als 150 Liter pro Quadratmeter zusammen.


In Süddeutschland, aber vor allem im Alpenvorland, regnete es besonders viel. Südlich der Donau wurden verbreitet mehr als 100 Liter pro Quadratmeter registriert. An den Alpen fielen sogar durchweg mehr als 200 Liter im August.


Für die Grundwasserspeicher war das sehr von Vorteil. Doch auch diese sind in ihrer Aufnahmefähigkeit begrenzt. Der meiste Regen kam viel zu schnell und floss daher in die Flüsse ab. Die dortigen Pegelmessstellen zeigen dies mittlerweile klar an.


Während an den meisten Flüssen Deutschlands die Wasserstände nur leicht angestiegen sind, gab es andernorts gravierende Anstiege. Denn die ergiebigen Regenfälle an den Alpen suchen sich nun den Weg vor allem durch die Zuflüsse der Donau. Da diese mancherorts schon einen recht hohen Stand aufweisen, könnte der weitere Zufluss aus den Nebenflüssen bald für Hochwasser sorgen.


An der Donau liegen die Pegel an einigen Stellen schon knapp unter der Hochwasserschwelle. In den nächsten Tagen könnten diese sehr wahrscheinlich überschritten werden. Vor allem am Inn ist die Lage derzeit sehr angespannt.


Der Rhein provitierte erst von den Regenfällen im Schwarzwald und den französischen Vogesen. Doch die mäßige Wasserwelle wandert nun den Rhein abwärts. Im Rhein-Main-Gebiet liegt der Pegel mittlerweile etwas über dem mittleren Wasserstand. Hochwasser sind hier nicht zu befürchten.


Redaktion meteo.plus