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Flüsse nur leicht erholt

[16.07.2020]

Trotz der teils ergiebigen Regenfälle in den letzten Tagen und Wochen haben sich die Flüsse kaum erholt. Örtlich setzt sich die Trockenheit fort.


Die Regenmengen im Juli sind bisher deutlich geringer ausgefallen als im Vormonat. Vor allem im Gebiet der Mosel, des Mittelrheins und des Mains bis hin zum Erzgebirge ist weniger Regen niedergegangen als in den übrigen Regionen. Meist waren es nicht einmal 20 Liter.



Abb. 1: Regenmenge in der ersten Hälfte des Julis 2020.


Nördlicher und südlicher gab es verbreitet mindestens das Doppelte an Wasser. Mit 20 bis 60 Litern pro Quadratmeter war es in Norddeutschland deutlich feuchter. In den Küstenbereichen wurden auch bis zu 90 Liter registriert. Im Alpenvorland kamen in der ersten Julihälfte örtlich bereits mehr als 140 Liter runter.


Der Juni war deutlich regenreicher, doch blieb der Norden etwas trockener als der Süden. Im Juli werden die Mitte und Teile des Südens wohl wenig Regen abbekommen. Die aktuellen Vorhersagen deuten aber auch für die nächste Woche immer wieder etwas Regen an. Der Sommer bleibt damit weiterhin sehr durchwachsen.


Die geringen Niederschläge spiegeln sich auch in den Pegelständen der Flüsse wider. An den großen Flüssen Mosel, Rhein und Neckar treten derzeit keine Niedrigwasser auf. Dennoch liegen sie noch lange nicht im mittleren Bereich. An den übrigen Flüssen gibt es immer wieder Stellen, die sich bisher kaum erholt haben.


Viele weitere Wochen und Monate sind nötig, den Wasserhaushalt der Natur aufzufrischen. Immerhin ist der diesjährige Sommer nasser als in den vergangenen zwei Jahren.


Redaktion meteo.plus