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Erneut eine nasse Woche

[11.07.2021]

In den letzten Tagen gab es viel Regen. Der Sommer trat dabei in den Hinter­grund. Eine Wetter­besserung ist jedoch weiter­hin nicht in Sicht.


Seit Tagen ziehen immer wieder kräftige Schauer durchs Land, teilweise in Form von stundenlangem Landregen. Die Wassermengen, die diesen Monat bereits gefallen sind, zeigt die folgende Karte. In ein paar Regionen wie Mannheim, Magdeburg und Cottbus, gab es zwar noch nicht sehr viel, doch vom Bodensee bis an den Main zwischen Würzburg und Bamberg gingen im ersten Monatsdrittel verbreitet mehr als 100 Liter pro Quadratmeter nieder. Örtlich kamen sogar über 160 Liter zusammen.



Abb. 1: Regensummen für Deutschland im ersten Drittel des Juli 2021.


Die ergiebigen Regenmengen machen sich nun jedoch leider an den Flüssen bemerkbar. Einzig an der Mosel im Westen und der Saale in Thüringen und Sachsen-Anhalt treten weiterhin sehr geringe Pegelstände auf. Am Main liegen sie im mittleren Bereich, doch ansonsten sind die Flüsse sehr gut gefüllt und drohen an einigen Stellen die Hochwassermarken zu erreichen. In den nächsten Tagen könnte es daher mancherorts kritisch werden.


Denn die Aussichten sehen weiterhin sehr nass aus. Der Montag wird laut den aktuellen Vorhersagen im Osten und Norden Deutschlands stellenweise Regen bringen, wobei örtlich mehr als 10 Liter pro Quadratmeter fallen können. Im Südwesten ziehen aber schon die nächsten Regenwolken auf. Meist werden 2 bis 20 Liter erwartet. Ab Dienstag breiten sich dann von Westen her wieder ergiebige Regengebiete aus. Vor allem in Rheinland-Pfalz und dem westlichen Baden-Württemberg stehen Tagesmengen von 40 bis 80 Liter pro Quadratmeter in Aussicht.


Am Mittwoch ist vor allem der Westen und die Mitte von ähnlichen Mengen betroffen. Die Pegelstände an Rhein, Main, Mosel und Lahn dürften dann stark ansteigen und die teils kritische Lage deutlich verschlimmern. Erst am Freitag soll der Regen nachlassen. In Thüringen, Sachsen und dem Norden Tschechiens werden aber noch 10 bis 40 Liter erwartet.


Redaktion meteo.plus