In der letzten Nacht gab es verbreitet viel Regen. Doch die Flüsse bleiben davon fast unberührt. Das Wasser steht nur zum kleinen Teil den Flüssen zur Verfügung. Das Grundwasser ist Mangelware und lässt die Pegel an den großen Strömen immer weiter absinken.
Der Regen fiel im Juli 2026 in Deutschland recht ungleich verteilt. Im Norden, im Osten und auch im Süden wurden örtlich hohe Regensummen registriert. Dazwischen gab es aber auch immer wieder Regionen, die deutlich weniger Regen abbekamen. Gewitter brachten meist nur lokale Regenfälle. Landregen war selten dabei.

In den meisten Teilen von Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Hessen fiel hingegen sehr wenig Regen. Am südlichen Oberrhein konnten immerhin noch Regenfälle gemessen werden, die den Flüssen guttaten. Doch ab etwa Karlsruhe und weiter flussabwärts blieb es recht trocken.
Der Regen der ersten Augusttage hat an vielen Flüssen für eine leichte Entspannung gesorgt. Nachdem die Flusspegel fast die Niedrigstände vom Herbst 2018 erreichten, kamen in den letzten Tagen wieder einige Zentimeter dazu. Doch am Rhein haben die Pegel bereits einige Rekorde gebrochen.
Folgende Niedrigstände wurden erneut erreicht oder unterboten (soweit Vergleichswerte verfügbar):
| Messstelle | Aktuell tiefster Stand | Veränderung ggü. bisherigem Rekord. |
| Mannheim | 82 cm | -3 cm |
| Worms | -1 cm | -3 cm |
| Nierstein-Oppenheim | 70 cm | -0 cm |
| Kaub | 21 cm | -4 cm |
| Andernach | 22 cm | -2 cm |
| Oberwinter | 6 cm | -1 cm |
| Bonn | 79 cm | -2 cm |
| Köln | 66 cm | -3 cm |
| Düsseldorf | 19 cm | -4 cm |
| Duisburg-Ruhrort | 148 cm | -5 cm |
| Wesel | 84 cm | -4 cm |
| Rees | 38 cm | -7 cm |
| Emmerich | -7 cm | -6 cm |
Aufgrund der anhaltenden Trockenheit könnte es auch in den nächsten Tagen zu weiteren Rekordtiefständen kommen. Am Donnerstag und Freitag gibt es laut den aktuellen Vorhersagen nur noch am Rande der Alpen teils ergiebige Regenfälle. Das wird der Donau zugute kommen. Am Wochenende soll es wieder durchweg trocken bleiben. Dann steigen auch die Temperaturen wieder etwas an.