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Viele Sonnenflecken

[29.03.2026]

Die Aktivität der Sonne hat in den letz­ten Tagen wieder zu­ge­nom­men. Zahl­reiche Flecken­gruppen können be­ob­achtet werden. Im Nord­westen Deutsch­lands sind die Wetter­beding­ungen ge­rade ideal.


In der ersten Monatshälfte zogen nur wenige Fleckengruppen über die für uns sichtbare Hälfte der Sonnenoberfläche. Am 11. März wurde ein Index von fast 120 erreicht. Ansonsten lag er meist zwischen 60 und 80. Um den 20. März ging er sogar auf fast 30 runter.


Doch seit dem 22. März sind viele neue Fleckengruppen aufgetaucht. Der Aktivitätsindex stieg dadurch sprunghaft an und klettert seitdem weiter an. Gestern wurde ein Index von 140 erreicht. Dieser resultiert aus 8 nummerierten und zwei noch nicht registrierten Regionen.



Abb. 1: Verteilung der Sonnenfleckengruppen am 29. März 2026 (Quelle: NASA).


Wie in Abbildung 1 zu erkennen ist, ziehen die meisten aktiven Regionen in der nördlichen Hälfte vorüber, einige davon sogar sehr weit im Norden. Die derzeit stärkste Gruppe 4405 befindet sich jedoch weit im Südosten der Sonnenscheibe. Dort ereignete sich gestern ein Massenauswurf über eine Zeit von rund 7 Stunden. Die Erde wird davon nicht getroffen.



Abb. 2: Sonnenfleckengruppe 4405 am 29. März 2026 (Quelle: NASA).


Aufgrund der vielen Fleckengruppen wird der Aktivitätsindex der Sonne auch in den nächsten Tagen noch recht hoch ausfallen. Zudem besteht Potenzial für weitere Gruppen, die am Osthorizont auftauchen. Die westlichsten Gruppen brauchen noch 5 bis 6 Tage, ehe sie am Westhorizont verschwinden.


Die Gesamtabstrahlung der Sonne ist zwar seit dem Maximum Ende 2024 zurückgegangen, doch sie verbleibt noch immer auf einem hohen Niveau. Im Laufe des Jahres ist jedoch ein deutlicher Rückgang zu erwarten. Auch die Zahl der Sonnenflecken wird ständig weiter abnehmen.


Die Beobachtung der Sonne mit geeigneter Ausrüstung war heute Vormittag im Nordwesten Deutschlands ideal. Mittlerweil bilden sich dort aber auch viel Quellwolken und es wird schwierig, einen klaren Blick auf die Sonne zu erhalten.


Redaktion meteo.plus