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Viele Sonnenflecken am Sonnenäquator

[23.09.2025]

Die Aktivität der Sonne hat in den letzten Tagen wieder zu­ge­nommen. Viele Flecken zieren die Sonnen­scheibe. Einer ist wieder größer als unser Heimat­planet.


In der ersten Monatshälfte nahm die Aktivität der Sonne kontinuierlich ab. Nachdem der Index am Monatsanfang noch bei fast 190 lag, sank er bis zum 12. September auf 54 ab. Bevor aber die Sonne fleckenfrei werden konnte, erschienen viele neue aktive Regionen. Mittlerweile erreicht der Aktivitätsindex wieder Werte von 160 bis 172.


Heute können auf der Sonne mit geeigneten Mitteln 10 nummerierte Gruppen beobachtet werden. Eine etwas schwächere Gruppe hat sich östlich der Gruppe mit dem größten Sonnenfleck gebildet. Zudem ist am Osthorizont etwas südlich des Sonnenäquators eine weitere Gruppe in unser Sichtfeld gezogen. Sie hat aber auch noch keine Laufnummer erhalten.



Abb. 1: Sonnenfleckengruppe 4225 am 23. September 2025 (Quelle: NASA).


Der große Sonnenfleck in der aktiven Region 4225 ist etwas unförmig. Doch sein längster Durchmesser entspricht derzeit anderthalb Erddurchmessern. Alle anderen aktuell sichtbaren Sonnenflecken sind kleiner. Manche Gruppen weisen zudem eine komplexere Struktur auf.


Auffällig ist die Verteilung der aktiven Regionen, die sich mittlerweile nur noch auf die Umgebung nahe des Sonnenäquators konzentriert. Sie ist charakteristisch für die Zeit nach dem Sonnenmaximum. Der Abwärtstrend der Aktivität im Zyklus 25 ist damit nicht mehr aufzuhalten. Auch die Gesamtabstrahlung der Sonne hat in den letzten Monaten immer weiter abgenommen. Sie erreicht aber noch immer Werte, die im letzten Sonnenmaximum fast als Höchstwerte auftraten.


Nachdem der aktuelle Zyklus 25 stärker ausfiel als sein Vorgänger, wird allgemein angenommen, dass sich die kommenden Sonnenzyklen wieder kräftiger entwickeln werden als zuletzt. Es wird damit spannend, welche Höchstwerte in den kommenden Zyklen erreicht werden. Vielleicht wird auch noch Sonnenzyklus 19 übertroffen, der sein Maximum im Jahre 1957 erreichte und den bisher stärksten Zyklus darstellt, der seit Beginn der Aufzeichnungen registriert wurde.


Redaktion meteo.plus