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Sonne dreht weiter auf

[21.04.2021]

Die Aktivität der Sonne bleibt weiterhin auf erhöhtem Niveau. Die Flecken von gestern haben sich weiter verstärkt.


In der Mitte Deutschlands sowie an der Nordseeküste ziehen derzeit Wolken auf, die einen Blick auf die Sonne erschweren oder sogar verhindern. Wer jedoch noch einen freien Himmel vorfindet, kann heute noch schöne Sonnenflecken beobachten, natürlich nur mit geeigneter Ausrüstung.


Fleckengruppe 2816 hat sich noch etwas intensiver ausgebildet und ist fast bis in die Mitte der Sonnenscheibe gewandert. Der folgende Bildausschnitt der Sonnenoberfläche zeigt die Ansammlung mehrerer Flecken, die sich derzeit in einer der aktivsten Regionen der Sonne befinden.



Abb. 1: Sonnenfleckengruppe 2816 am 21. April 2021 (Quelle: NASA).


Die recht junge Sonnenfleckengruppe 2817 hatte sich gestern schon deutlich verstärkt. Heute zeigt sie zwei größere Flecken mit gut ausgebildeter Umbra und Penumbra. Da sich diese Sonnenflecken jedoch schon nah am Westhorizont befinden, können sie höchstens morgen noch einmal beobachtet werden.



Abb. 2: Sonnenfleckengruppe 2817 am 21. April 2021 (Quelle: NASA).


Sonnenfleckengruppe 2818 hingegen hat sich leicht abgeschwächt, beherbergt aber den derzeit größten sichtbaren Sonnenfleck. Nah am Osthorizont sind in ihrer Umgebung noch die umgebenden hellen Flächen erkennbar, die eine höhere Temperatur aufweisen als die restliche Sonnenoberfläche. Der Fleck selber ist kühler. Insgesamt kommt es aber nicht zu einem Ausgleich der beiden Extreme, sondern die Sonne wird mit Steigerung ihrer Aktivität etwas heißer.



Abb. 3: Sonnenfleckengruppe 2818 am 21. April 2021 (Quelle: NASA).


Die derzeit auftretenden Sonnenflecken markieren sehr schön die beiden Breitengrade nördlich und südlich des Sonnenäquators, die auch in den nächsten Monaten und Jahren die aktivsten Regionen sein werden. Erst in Richtung des Sonnenmaximums wird sich die Fläche dazwischen mit Sonnenflecken anreichern, um dann in Richtung des nächsten Sonnenminimums wieder nur noch auf den äquatorialen Bereich zu schrumpfen. Dann wird die Sonne wieder so erscheinen, wie wir sie noch vor ein bis zwei Jahren sahen.


Redaktion meteo.plus