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Großer Fleck auf der Sonne

[21.05.2021]

Es ist zwar derzeit wenig auf der Sonne los, doch dafür tritt der vor­hande­ne Sonnen­fleck groß in Er­scheinung.


Am 18. Mai tauchte Fleckengruppe 2824 auf. Nach drei Tagen ist die Gruppe nun weitergezogen und dominiert die Sonnenoberfläche in der nördlichen Heliosphäre. Der Hauptfleck der Gruppe weist zwar aktuell noch nicht einen so großen Durchmesser auf wie unsere Erde, doch zusammen mit der Penumbra ist dies dann doch der Fall. Der folgende Bildausschnitt zeigt die aktive Region 2824, in deren Umgebung viele Schattierungen heißerer und kühlerer Gebiete zu finden sind.



Abb. 1: Sonnenfleckengruppe 2824 am 21. Mai 2021 (Quelle: NASA).


Wie Abbildung 1 zeigt, befinden sich in der näheren und auch weiteren Umgebung viele kleinere Flecken, die bisher jedoch noch nicht größer geworden sind. Außerdem sind viele hellere Gebiete zu erkennen, die heißer als die restliche Sonnenoberfläche sind.


Da die Gruppe in den letzten Tagen etwas schwächer geworden ist, ging auch der Aktivitätsindex wieder zurück. Nachdem dieser am 18. Mai noch bei 28 lag, wird er heute voraussichtlich nur noch 13 betragen. Sollte in den nächsten Tagen jedoch eine weitere Gruppe auftauchen oder sich irgendwo neu bilden, dürfte die Aktivität wieder deutlich ansteigen. Auf der südlichen Hälfte der Sonnenscheibe bleibt es seit längerem ruhig.


Der Sonnenzyklus 25 wird derzeit nur langsam stärker. Die langfristigen Vorhersagen liegen damit weiterhin richtig, auch wenn es vor einigen Wochen so aussah, als würde die Aktivität schneller zunehmen und das Maximum, dass im Jahre 2025 eintreten soll, früher kommen.


Die Gesamtabstrahlung der Sonne befindet sich zwar im Aufwärtstrend, doch in den letzten Tagen sackte sie ein wenig in sich zusammen. Aber genauso schnell könnte sie auch wieder zunehmen. Ein Blick zurück in die Anfangsphase von Zyklus 24 zeigt, dass sich das Verhalten der Sonnenaktivität im normalen Bereich befindet. Freuen wir uns also darauf, langsam mehr Sonnenflecken beobachten zu können.


Redaktion meteo.plus