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Die Sonne legt kaum zu

[09.07.2022]

Die Aktivität der Sonne hat einen kleinen Höhe­punkt er­reicht. Die weiteren Aus­sichten sind aber sehr unter­schied­lich.


Im Juni hatte die Aktivität der Sonne deutlich abgenommen. Sie lag im Monatsdurchschnitt bei 70,5 und damit niedriger als in den drei Monaten zuvor. Im Mai wurde mit 96,5 der bisher höchste Wert im aktuellen Sonnenzyklus 25 erreicht.


Aktuell ziehen eine Reihe von aktiven Regionen über die Sonnenoberfläche. Gruppe 3055 befindet sich im Südosten und ist erst seit wenigen Tagen zu sehen. In der nördlichen Heliosphäre sind die Gruppen 3046 und 3051 bis 3054 unterwegs. Direkt am Sonnenäquator ist es ruhig. Dort zogen in den letzten Wochen immer wieder kleine Sonnenflecken vorüber, wie es bei einem fortgeschrittenen Zyklus typischerweise der Fall ist.


Im Nordosten befindet sich Gruppe 3053. Sie ist die auffälligste Anordnung und weist eine sehr vielfältige Struktur auf. Der dunkle Bereich des größten Flecks in dieser Region hat die Ausmaße unserer Erde.


Nach einem gegenüber dem Vormonat schwächeren Juni könnte die Aktivität der Sonne im Juli wieder ansteigen. Bisher liegen die Werte zumindest über dem gleichen Zeitraum im Juni. Die langfristigen Aussichten sind jedoch sehr unterschiedlich. Einige Prognosemethoden deuten ein Maximum in 2023 bei 110 bis 120 an, andere bei Werten von wahrscheinlich mehr als 250. Erstere Vorhersage zeigt einen gleichstarken Zyklus wie der vorherige an, die extreme Variante hingegen einen Zyklus wie sie zuletzt zwischen 1980 und 2005 auftraten. Diese waren deutlich stärker.


Trotz einer leichten Abschwächung der Sonnenaktivität hat die Gesamtabstrahlung der Sonne auch im Juni weiter zugenommen. Die Werte erreichen bereits fast die höchsten Werte des vorherigen Sonnenzyklusses 24. Es besteht damit eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit, dass der vorherige Zyklus übertroffen wird.


Redaktion meteo.plus