Zehnter Monat in Folge zu warm - meteo.plus
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Zehnter Monat in Folge zu warm

[03.12.2018]

In Deutschland war nun bereits der zehnte Monat infolge wärmer als üblich. Dennoch lag das Plus nur noch wenig über den Normalwerten und ein gewisser Umschwung zu nasserer Witterung macht sich bemerkbar.


Der November war in Deutschland mit einer Durchschnittstemperatur von 5,2°C rund 0,8°C zu warm. Die regionalen Unterschiede waren wie schon im Oktober relativ gering. In der Südhälfte war es meist 1 bis 1,4 °C zu warm, in der nördlichen Hälfte 0,5 bis 1°C. Zu kalt war es in keinem Bundesland. Mit zu hohen Temperaturen war der November bereits der zehnte Monat infolge, der in Deutschland zu warm war.


Regen gab es ebenfalls wieder viel zu wenig. Der November setzt damit auch als zehnter Monat infolge die landesweite Trockenheit fort. In der Mitte und im Westen war es etwas feuchter, sodass nur 27 bis 35 Liter pro Quadratmeter fehlten. Ansonsten lagen die Defizite meist bei 35 bis fast 60 Litern pro Quadratmeter. Am Rhein nahmen aufgrund des ausbleibenden oder nur gering vorhandenen Niederschlags die Pegel kaum zu. Zum Monatsende hin sank der Wasserspiegel am südlichen Oberrhein teilweise auf neue Rekorde ab.


Aus zu wenig Regen folgt meist zu viel Sonnenschein. So war es auch zuletzt. Mit einer durchschnittlichen Summe von 75 Stunden gab es wieder 21 Stunden mehr als üblich. In Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern gab es mit 6 bis 14 Stunden das geringste Plus. Ansonsten schien die Sonne verbreitet 17 bis 32 Stunden mehr als üblich.


Immerhin hatte sich Ende November die Witterung langsam umgestellt. Deutlich mehr Regengebiete erreichten uns aus dem Westen und brachten mehr Feuchtigkeit als in den Monaten zuvor. Auch der Dezember begann nun sehr durchwachsen und regenreich, aber auch noch zu mild. Laut den aktuellen Vorhersagen soll es in den nächsten Wochen langsam kühler werden. Regen dürfte dann wieder vermehrt in Schnee übergehen.


Hinweis: Die klimatischen Abweichungen basieren auf dem Referenzzeitraum 1981 bis 2010.


Redaktion meteo.plus