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Weltweite Temperatur stabil

[19.05.2018]

Im April hat sich die weltweite Temperatur recht stabil gehalten. Regional gibt es jedoch große Unterschiede. Der Jahresdurchschnitt hingegen geht weiterhin langsam zurück.


Mit einer globalen Durchschnittstemperatur von 0,83 Grad Celsius über den klimatischen Normalwerten, ist es nur geringfügig wärmer als im Monat zuvor geworden. Da der April im letzten Jahr noch 0,06 Grad wärmer war, geht der Durchschnitt der letzten 12 Monate weiter zurück und liegt noch 0,78 Grad Celsius über dem klimatischen Mittelwert.


Analog zu den Satellitendaten ist es in der Nordhemisphäre leicht kühler geworden. In der Südhemisphäre wurde es jedoch auf Basis der Stationsmessungen fast um den gleichen Wert wärmer. Dadurch hebt sich dies im weltweiten Durchschnitt wieder auf. Im Norden liegt derzeit ein Plus von 0,89 Grad Celsius vor, im Süden 0,77 Grad Celsius.


Die weltweite Landfläche ist um 0,18 Grad Celsius kühler geworden und damit nur noch 1,31 Grad zu warm. Die Trends der beiden Hemisphären sind jedoch gegenläufig. In der Nordhälfte ist es im vergangenen Monat 0,54 Grad Celsius kühler geworden und nur noch 1,19 Grad zu warm, in der Südhälfte ist es hingegen 0,75 Grad wärmer geworden. Dadurch liegt dort der Durchschnitt derzeit 1,6 Grad Celsius über Normal.


Die Meere sind insgesamt nur leicht wärmer geworden und weisen damit ein Plus von 0,65 Grad Celsius auf. In der Nordhemisphäre ist es dort 0,71 Grad, in der Südhemisphäre 0,62 Grad Celsius zu warm. Die Meere weisen damit eine ausgeglichenere Situation auf als die Kontinente.


Insgesamt bleibt der weltweite Trend weiter auf Abwärtskurs. Es bleibt nun abzuwarten, wie sich die Pazifische Dekaden-Oszillation weiterentwickelt. Ihr in die negative Phase gerichteter Trend könnte kurz bevorstehen. Der ENSO-Index kehrt aus seiner negativen Phase zurück. Doch ist ein starker El Niño derzeit nicht zu erwarten.


Redaktion meteo.plus