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Weltweit weiterhin sehr warm

[14.04.2020]

Der weltweite Tempe­ratur­durch­schnitt liegt weiterhin sehr hoch. Regional gibt es jedoch unterschiedliche Trends.


Nachdem die Satelliten für den März eine zurückgehende klimatische Abweichung vom langjährigen Mittelwert feststellten, nahm diese Abweichung bei der Berechnung auf Basis von Messwerten der Wetterstationen nur geringfügig ab. Demnach war es im März weltweit im Schnitt 1,16°C zu warm.


Die weltweite konstante Klimaabweichung teilt sich aber auf die beiden Hemisphären unterschiedlich auf. Im Norden ist es derzeit 1,52°C zu warm, folglich 0,05°C weniger als im Vormonat, im Süden ist es 0,8°C zu warm, entsprechend 0,05°C mehr als im Februar.


Die Ozeane im Süden sind derzeit 0,74°C zu warm, was ein Plus von 0,05°C gegenüber dem Vormonat bedeutet. Im Norden sind die Meere derzeit 0,96°C zu warm, ein Anstieg um 0,09°C. Im Mittel kommt weltweit eine Abweichung von 0,83°C zusammen.


Die Kontinente weisen derzeit im Süden ein deutlich geringeres klimatisches Plus auf als im Norden. In der Südhemisphäre liegen die Werte derzeit gegenüber dem Vormonat unverändert 1,1°C über Normal, auf der Nordhalbkugel hingegen 2,42°C. Der hohe Wert hat sich seit dem Februar um 0,29°C reduziert. Insgesamt sind die Kontinente weltweit 2,05°C zu warm, ein Rückgang um 0,21°C.


Der El Niño weist derzeit einen gleichbleibenden positiven Wert auf und treibt damit die weltweiten Temperaturen leicht nach oben. Aber auch die Arktische Oszillation hat in den letzten Monaten ihren Beitrag geleistet. Beide Einflüsse schwächeln derzeit und so könnte die globale Temperaturabweichung in den nächsten Monaten wieder langsam zurückgehen.


Redaktion meteo.plus