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Weltweit etwas kühler

[04.04.2020]

Die Satelliten haben für März ein niedrigeres klimatisches Plus gemessen als noch im Februar. Regional unterscheiden sich die Trends derzeit kaum.


Die erdumkreisenden Satelliten haben im März Temperaturen gemessen, die nicht mehr so stark vom klimatischen Mittelwert abwichen wie noch im Februar. Auch wenn die Trends regional unterschiedlich stark ausgeprägt waren, so wiesen sie dennoch alle in eine Richtung, nämlich abwärts.


Weltweit war der März 0,84°C zu warm. Dies war eine fast 0,18°C niedrigere klimatische Abweichung als noch im Vormonat. Das Plus in der Nordhemisphäre nahm um 0,2°C auf 1,067°C ab. Im Süden reduzierte sich die halb so große Abweichung vom Klimamittel um 0,14°C auf 0,6°C.


Das Verhalten über den Meeren und Kontinenten ist sehr ähnlich. Überall gingen die klimatischen Abweichungen zurück. Über der weltweiten Landfläche sank sie um 0,23°C auf 1,038°C, über den Meeren um 0,15°C auf 0,743°C.


In den verschiedenen Regionen nahmen die Abweichungen grob gesehen bei höheren Werten stärker ab. Dadurch glichen sich die Temperaturen den klimatischen Durchschnittswerten an. Trotzdem blieben die Meere und Landflächen nördlich der Tropen mit einem Plus von 0,743°C bzw. 1,358°C deutlich wärmer als südlich der Tropen, wo es über dem Meer nur noch 0,5°C und über den Kontinenten 0,513°C zu warm war.


Der Einfluss des El Niño geht weiter zurück. Damit senkt sich auch der Energiefluss vom äquatoriellen Ostpazifik in die dortige Atmosphäre. Inwiefern die geringere Menge an Schadstoffen, die aufgrund der Corona-Krise in die Luft gelangte, Auswirkungen auf die Temperaturentwicklung hatte, bleibt abzuwarten.


Redaktion meteo.plus