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Weiterhin zu warm

[19.12.2018]

Wie es schon zuletzt die Satellitendaten gezeigt hatten, ist es auch nach den Stationsmessungen weiterhin zu warm. Einen Teil trägt aber derzeit auch der El Niño dazu bei.


Die weltweite Temperatur lag anhand der Stationsmessungen im November etwas niedriger als im Vorjahresmonat. Dennoch befindet sich die Temperatur weiterhin auf einem hohen Niveau. Mit einer Abweichung von plus 0,75°C liegt sie weit über dem Mittel der letzten 20 Jahre. Regional gibt es einige Unterschiede.


Die Nordhemisphäre leistet mit einem Plus von 0,82°C einen größeren Beitrag zur derzeitigen Temperaturentwicklung als die Südhemisphäre, die im November nur 0,69°C zu warm war. Die Meere und Landflächen weisen im globalen Maßstab nur geringfügige Unterschiede auf. Die Kontinente sind derzeit 0,83°C zu warm, die Meere 0,72°C.


In der Nordhemisphäre weichen die Ozeane mit 0,83°C nur wenig von den Landflächen ab: 0,8°C. In der Südhemisphäre hingegen gibt es deutlich größere Unterschiede. Die Meere sind dort mit einem klimatischen Plus von 0,64°C deutlich kühler als die Kontinente, die ein Plus von 0,9°C aufweisen.


Nach den Daten der weltweiten Wetterstationen und der daraus konstruierten Interpolation in die Fläche, entwickelt sich das Jahr 2018 zum Viertwärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahre 1880. Zuvor waren die Jahre 2015, 2016 und 2017 wärmer.


Einen gewissen Anteil am derzeitigen Höhenflug der weltweiten Temperaturen haben mit Sicherheit die etwas überhöhten Wassertemperaturen im äquatorialen Bereich des östlichen Pazifiks. Möglicherweise bildet sich zur Jahreswende ein kleiner El Niño aus.


Redaktion meteo.plus