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Trotz Wärme im Norden mehr Schnee

[11.08.2021]

Die Schneemenge auf den Kon­tinen­ten des Nordens hat fast ihr Mini­mum er­reicht. Dennoch könnte mehr übrig­bleiben als in den letzten Jahren.


Der Sommer in der nördlichen Hemisphäre hat bereits sein Maximum überschritten. Bei uns in Deutschland werden mit den Hundstagen noch die wärmsten Tage des Jahres erwartet, auch wenn diese in 2021 etwas weniger und kühler ausfallen werden. Doch die Temperatur der nördlichen Halbkugel nimmt bereits wieder langsam ab. In der Darstellung der täglichen Welttemperatur ist dies bereits zu erkennen. Im Süden hingegen wird es noch ein paar Wochen kühler werden. Der weltweite Durchschnitt zeigt aber bereits seinen Höhepunkt an.


Mit dem Sommer im Norden geht auch die Schneefläche auf den nördlichen Kontinenten zurück. Im August erreicht diese üblicherweise ihr Minimum. Doch dieses Jahr könnte sie etwas größer ausfallen. Denn trotz der Hitzephasen in einigen Regionen überwogen die kälteren Regionen. Vor allem in Kanada, im Bereich des Urals und auch an der Beringstraße war es meist kühler als üblich.


Dies spiegelte sich nun in der Schneemenge wider. Im Juni und auch im Juli blieb mehr Schnee vom letzten Winter übrig als in den vorherigen Jahren. Dies könnte nun auch im August dafür sorgen, dass es ein leichtes Plus gegenüber den Vorjahren gibt. Damit würde sich der Aufwärtstrend der letzten Jahre weiter fortsetzen.


Die arktische Meereisfläche bildet sich zwar derzeit im Norden wie üblich zurück, bleibt aber auf dem durchschnittlichen Niveau der letzten fünf Jahre. Ob ein stärkeres Minimum als gewöhnlich auftreten wird, ist noch unklar. Im Süden hingegen könnte das baldige Maximum wieder höher ausfallen als in den Vorjahren. Bereits in den letzten drei Jahren war eine kontinuierliche Zunahme registriert worden. Langfristig gesehen entspricht die dortige Meereisausdehnung den Werten früherer Jahrzehnte.


Redaktion meteo.plus