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Mehr Schnee als im Vorjahr

[10.05.2022]

In Deutschland war der letzte Winter eher schnee­arm ver­laufen. Doch in der rest­lichen Nord­hemi­sphäre gibt es andere Trends.


Der Winter 2021/2022 war etwas schneereicher als in den beiden Jahren zuvor. Gegenüber dem Vorjahr gab es zwar nur noch eine kleine Zunahme, doch betrachtet über die letzten 50 Jahre gibt es weiterhin einen leichten Aufwärtstrend. Im Frühling hingegen bleibt stetig weniger Schnee liegen. Der Abwärtstrend fällt dabei etwas stärker aus als der Aufwärtstrend in den Wintermonaten.


Der Wert der Frühlingsmonate 2022 steht noch nicht fest, da der Mai noch fehlt und sein Trend eher leicht negativ ist. Aber der April zeigt eine deutliche Zunahme und könnte damit den Wert für den Frühling wieder etwas ansteigen lassen. Gegenüber dem Vorjahr gab es über 2 Millionen Quadratkilometer mehr Schneefläche. Knapp 400.000 Quadratkilometer wurden im Bereich Europas und Asiens zusätzlich verzeichnet. In Nordamerika und Grönland waren sogar 1,6 Millionen Quadratkilometer mehr von Schnee bedeckt.


Der Abwärtstrend im April, der sich in den 1970er und 1980er Jahren eingestellt hatte, ist damit weiterhin aufgehalten worden. Im Mai zeichnet sich jedoch seit Ende der 1980er Jahre ein Abwärtstrend ab. Es bleibt nun abzuwarten, wie sich der Mai entwickelt und damit den Frühling bestimmt.


Die Sommermonate zeigen alle einen Rückgang der Schneefläche an, wobei der August aufgrund seines gringen Schneevorkommens nur einen sehr schwachen Abwärtstrend aufweist. Der Herbst hingegen weist weiterhin aufwärts, ebenso der Winter.


Redaktion meteo.plus