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La Niña verstärkt sich weiter

[06.12.2020]

Die La Niña im östlichen Pazifik verstärkt sich auch im November noch einmal. Über der Antarktis hat dies bereits Folgen.


Im östlichen Pazifik gehen die Wassertemperaturen im äquatorialen Bereich weiter zurück. Mittlerweile sind sie auf 1,43°C unter die Normalwerte gesunken. Damit intensiviert sich die La Niña bereits den siebten Monat infolge.


Auch wenn der November dieses Jahr erneut zu warm ausfiel, ist der Anstieg derzeit geringer als in den letzten Jahren. In der Region Australiens setzt jedoch bereits eine frühe Erwärmung ein. Die erste Hitzewelle ist schon über den Kontinent gezogen. Über dem Nordosten des Landes liegen die Temperaturen aktuell bei bis zu 40°C. Aufgrund der klimatischen Schaukel ist für die Region Australiens und Südostasiens im kommenden Jahr mit mehr Wärme und Regen zu rechnen.


Über der Antarktis übt die La Niña ebenfalls ihren Einfluss aus. Die Höhenwinde, die über den südlichen Meeren Richtung Osten ziehen, haben derzeit eine höhere Geschwindigkeit als für diese Jahreszeit üblich. Dadurch wird die Luftmasse hoch über dem eisigen Kontinent abgeschottet und ihre Erwärmung in Richtung des kommenden Frühlings verzögert. Die Folge ist leider auch, dass sich das Ozonloch, das sich dort üblicherweise jeden Winter ausbildet, derzeit langsamer schließt. Die typische Größe für einen November wurde dieses Jahr deutlich überschritten.


Der ENSO-Index wird sich voraussichtlich auch im Dezember und Januar noch einmal absenken. In der ersten Jahreshälfte 2021 ist die Wahrscheinlichkeit aber hoch, dass sich die Situation wieder abschwächt und normalisiert. Die weltweite Durchschnittstemperatur könnte dann wieder stärker ansteigen.


Redaktion meteo.plus