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La Nina entsteht

[04.09.2020]

Der ENSO-Index fällt weiter in den negativen Bereich. Damit deutet sich eine La Niña ab, die nun im west­pazifischen Raum für Probleme sorgen könnte.


Nachdem seit Mitte 2018 meist ein positiver ENSO-Index für El Niño-Bedingungen im Ostpazifik sorgte und zu entsprechenden Problemen und Wettererscheinungen führte, hält sich der Index seit Mai 2020 im negativen Bereich auf. Im August sank er nun deutlich ab und liegt bereits 0,6°C unter den Normalwerten.


An der Westküste Mittel- und Südamerikas kehren damit bessere Zeiten zurück. Emporquellendes, kühleres Tiefenwasser sorgt zwar für trockeneres Wetter in der Region, belebt jedoch auch wieder die Tierwelt im Ozean.


Aufgrund der Strömungsverhältnisse steigen nun aber die Wassertemperaturen im westpazifischen Raum. Dies führt dort zu feuchterer Luft und somit verstärkten Niederschlagsraten. Gerade Australien wurde zuletzt von langanhaltender Dürre heimgesucht. Es besteht die Möglichkeit, dass sich nun die Natur wieder erholen könnte. Aber auch im Raum Südostasiens bis nach Indien werden sich einige Wetterabläufe entsprechend umstellen.


Weltweit wird der sinkende ENSO-Index die Klimaerwärmung dämpfen. Es bleibt jedoch abzuwarten, wie sich andere Strömungen in den Meeren und der Atmosphäre verhalten und vielleicht der Situation gegensteuern.


Redaktion meteo.plus