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La Niña drückt das Klima

[20.11.2022]

Die La Niña im Ost­pazifik wirkt sich weiter­hin welt­weit aus. Nicht nur die globa­len Tempera­turen blei­ben unter dem Trend der letz­ten Jahre.


Seit 30 Monaten liegt der ENSO-Index im negativen Bereich. Im aktuellen Jahr lag die Temperatur im äquatorialen Bereich des östlichen Pazifiks immer wieder rund 1°C unter den üblichen Werten. Den erwärmenden Effekt von El Niños auf die globale Temperatur haben die La Niñas nicht. Sie senken diese. In den letzten Jahren wurde damit der klimatische Aufwärtstrend gebremst.


Mit einer weniger stark ansteigenden weltweiten Temperatur nimmt auch die Wärme in den Ozeanen nicht mehr so schnell zu. Dies spiegelt sich mittlerweile im Anstieg des Meeresspiegels wider. Noch im Jahre 2020 stieg der Pegel wie üblich an. Doch dann ließ der Trend etwas nach. Auch 2022 fiel das Minimum in der ersten Jahreshälfte etwas niedriger aus, als es dem Trend entsprechen würde. Anschließend folgte Mitte des Jahres ein etwas schwächerer Anstieg. Derzeit liegt der Meeresspiegel 84 mm über den Werten des Jahres 2000 und damit fast so hoch wie im letzten Jahr.


Die La Niña von 2010 hatte einen stärkeren Effekt auf den Trend des Meeresspiegels. Sie war etwas stärker und konnte damit den Anstieg mehr ausbremsen. Es bleibt nun aber abzuwarten, wie sich die dritte La Niña in Folge auf den Trend auswirken wird. Dies wird sich erst im kommenden Jahr feststellen lassen. Die weltweiten Temperaturen dürften auf jeden Fall weiterhin auf dem aktuellen Niveau verbleiben.


Redaktion meteo.plus