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Klimaerwärmung weiterhin auf hohem Niveau

[09.06.2020]

Die Messungen der Satelliten zeigen weiterhin zu hohe Temperaturen an. Doch trotz des leichten Anstiegs kündigt sich eine Erholung an.


Die erdumkreisenden Satelliten haben im Mai leicht höhere Abweichungen vom Klimamittelwert festgestellt als noch im April. Regionen, in denen die Temperaturabweichungen zurückgingen, waren spärlich.


Weltweit stieg das klimatische Plus um 0,05°C auf nun 0,81°C. In der Nordhemisphäre fällt es mit 0,98°C etwas höher aus als im Süden. Dort wurde ein Mittelwert von 0,63°C über Normal registriert. In den Tropen gab das Klimaplus um 0,12°C nach und beträgt nun rund 0,81°C.


Kontinente und Ozeane fielen wieder etwas stärker zu warm aus. Die Kontinente steigerten ihre klimatische Abweichung um geringfügige 0,031°C auf 0,92°C, die Ozeane hingegen um das Doppelte, 0,062°C. Das Meerwasser ist damit rund 0,76°C zu warm. Das weltweite Wärmeplus gleicht sich damit zwischen Land- und Meeresflächen weiter an.


Die Kontinente nördlich der Tropenregion waren nach einem leichten Anstieg 1,18°C zu warm, südlich dieser Region nach einem deutlichen Rückgang um 0,45°C noch 0,55°C zu warm. Die Tropenregion selbst steigerte ihr Plus minimal und befindet sich nun 0,62°C über Normal.


Auf den Ozeanen gibt es ebenfalls leicht unterschiedliche Trends. Nördlich der Tropen war es 0,91°C zu warm, was einem Rückgang um 0,21°C entsprach. Südlich hingegen steigerte sich das klimatische Plus um 0,13°C auf nun 0,55°C. In der Tropenregion fiel die Steigerung um 0,16°C etwas stärker aus. Dort ist es nun 0,88°C zu warm.


Die klimatischen Abweichungen befinden sich trotz des leichten Anstiegs im Mai auf einem etwas niedrigeren Niveau als noch zur letzten Jahreswende. Weiter dämpfend könnte nun der ENSO-Index wirken. Denn dieser scheint in den negativen Bereich zu wechseln und somit eine La Niña auszulösen. Damit wird die weltweite Temperaturanomalie für einige Monate etwas zurückgehen.


Redaktion meteo.plus